'Früher' hätte man in so ein Kirchenschiff keine so völlig schmucklose Orgel gesetzt. Sie paßt aber doch sehr schön hinein und überläßt die optische Aufmerksamkeit dem Kirchenschiff.
Ich hatte einmal kurz die Gelegenheit ein paar Minuten zu spielen, klanglich ist sie auch sehr schön. In den folgenden musikalischen Kursen habe ich dazu aber wohl noch öfter die Gelegenheit :)
Zitat von Romanus im Beitrag #204Na die ist ja "schräg" im wahrsten Sinn des Wortes !
Möglicherweise ist die Orgel in Gorentschach eine kleine Riegerin, da Rieger derartige Orgel mit ausgefallenen Prospekten gebaut hat. Wahrscheinlich ist die liegende Bauweise der Holzpfeifen dem Umstand der vergleichsweise geringen Emporenhöhe geschuldet. Demnach müsste es sich zumindest bei den liegenden Holzpfeifen um klingende Pfeifen handeln.
Das ungewwöhnliche an dieser Mathis-Orgel ist das völlige Fehlen von Metall-Prospektpfeifen, ich sehe auf dem Foto nur Holzpfeifen. 🧐 So viel ich weiß, klingen Holzprinzipale etwas anders als Metallprinzipale, die Holzprinzipale, die ich bisher gehört haben, klangen irgendwie "flötiger". Hat diese Orgel auch Metallprinzipale ? Aus der Beschreibung bei Organindex geht das nicht hervor.
Gut möglich, dass im Hauptwerk die Holzflöte 8' im Prospekt steht, im Positiv das Gedackt 8'. Wenn tatsächlich die Prinzipale 8' und 4' im Prospekt stehen sollten und aus Holz sind, macht es wenig Sinn, einen Holzprinzipal mit flötigem Klang neben einer Holzflöte zu disponieren, der Holzprinzipal muss dann einen normalen Prinzipalklang erzeugen. Das ist im Prinzip durchaus möglich. Das Material der Pfeifenwand hat auf den Klang so gut wie keinen Einfluss (anders als meistens angenommen!). Entscheidend für den Klang ist vielmehr die Beschaffenheit der Oberlabiumskante: ist sie dick und rund, wird der Klang weicher, weniger hell als wenn sie dünn und scharf ist. Mindestens bei den tiefen Tönen kann man die Oberlabienkanten scharf genug aus Holz machen, um einen normalen Prinzipalton zu erzeugen - sonst wären die häufig hölzernen Prinzipale im Pedal unsinnig.
Zitat von Bartpfeife im Beitrag #208Gut möglich, dass im Hauptwerk die Holzflöte 8' im Prospekt steht, im Positiv das Gedackt 8'. Wenn tatsächlich die Prinzipale 8' und 4' im Prospekt stehen sollten und aus Holz sind, macht es wenig Sinn, einen Holzprinzipal mit flötigem Klang neben einer Holzflöte zu disponieren, der Holzprinzipal muss dann einen normalen Prinzipalklang erzeugen. Das ist im Prinzip durchaus möglich. Das Material der Pfeifenwand hat auf den Klang so gut wie keinen Einfluss (anders als meistens angenommen!). Entscheidend für den Klang ist vielmehr die Beschaffenheit der Oberlabiumskante: ist sie dick und rund, wird der Klang weicher, weniger hell als wenn sie dünn und scharf ist. Mindestens bei den tiefen Tönen kann man die Oberlabienkanten scharf genug aus Holz machen, um einen normalen Prinzipalton zu erzeugen - sonst wären die häufig hölzernen Prinzipale im Pedal unsinnig.
In Ternitz sind die 5 tiefsten Töne des Prinzipalbass 16' (Pedal) aus Holz (180° gekröpft) und sehr kräftig intoniert. Dies nebst einem manualiter Prinzipal 16' (HW, 90° gekröpft, aber aus Zinn/Blei).