Zitat von SCH im Beitrag #9Die Google KI sagt: In den legendären TV-Werbespots der Gösser Brauerei aus den 1980er und frühen 1990er Jahren (bekannt durch den Slogan „Gut, besser, Gösser – Ein steirisches Bier!“) wurde die Ouvertüre der barocken Oper „Il Teuzzone“ (RV 736) von Antonio Vivaldi verwendet. Streichertrio am Ende der Ouvertüre.
Ich habe mir die Ouvertüre daraufhin angehört: https://www.youtube.com/watch?v=REWLv8WM...o&start_radio=1 Das, was Roman notiert hat, ist sehr anders als der Schluss-Satz der Ouvertüre, und auch zuvor finde ich keine Entsprechung. Entweder hat Google KI halluziniert, oder Roman hat sich falsch erinnert.
Ich habe nochmal nachgeschaut. Die Quelle aus der die KI zitiert, erwähnt zwar die Ouvertüre von Vivaldi, aber nicht im Zusammenhang mit Gösser Werbung. Dort steht (Tamino-Klassikforum), dass die Figaro Ouvertüre von Mozart mal verwendet wurde.
Was aber durchaus in den 1980er Jahren noch üblich war, dass man im Stil von Händel dieses kleine Stück neu komponierte und mit einem Studioorchester einspielen damit es genau auf die benötigte Zeit passt.
Danke nochmal für die Recherche ! Die Figaro-Ouvertüre ist es jedenfalls nicht, denn die kenne ich. Wenn das Gösser-Stück extra im Barockstil komponiert und aufgenommen wurde, dann ist es eine meisterhafte Stilkopie. Ich glaube allerdings, dass das ein ziemlich großer Aufwand für einen 30-Sekunden-Werbespot wäre. Wenn ich so einen Werbespot zu produzieren hätte, würde ich lieber was Fertiges nehmen. Irgendwann in den späten 80er-Jahren habe ich sogar bei Gösser angerufen (damals gab es noch kein Internet), da hat es geheißen, ich werde zurückgerufen, was aber dann nie passiert ist. Ich könnte auch ein Email an Gösser schicken, wahrscheinlich wird das Musikstück jetzt nicht mehr eruierbar sein, aber probieren geht bekanntlich über studieren.
Gibt es den Spot irgendwo zum Anschauen oder hast du das Thema aus dem Erinnern notiert?
Eine originale Szene würde vermutlich mehr helfen als die Skizze von Dir.
Wenn ich das auseinander nehme würde, würde ich auf ein italienisches Barockkonzert für 2 Soloinstrumente tippen. (Corelli, Albinoni, Vivaldi, letzterer hat ja nach Strawinski nicht 500 Konzerte komponiert, sondern 500 mal dasselbe Konzert). Ein Händel aus der italienischen Zeit wäre auch möglich.
Fasch, wie du oben vermutest, glaube ich nicht, seine Werke waren in den 1980er Jahren noch nicht so richtig ausgegraben, das begann eigentlich erst in der zweiten Hälfte in den 1990ern.
Wenn du etwas herausgefunden haben solltest, teile es uns gerne mit.
Zitat von SCH im Beitrag #15Gibt es den Spot irgendwo zum Anschauen oder hast du das Thema aus dem Erinnern notiert?
Eine originale Szene würde vermutlich mehr helfen als die Skizze von Dir.
Ich habe bei YT auch schon nach diesem Spot gesucht, ihn aber bisher nicht gefunden, das kann sich natürlich noch ändern, denn es wird so vieles an "Retro"-Filmmaterial bei YT hochgeladen. Die Melodie war jedenfalls für mich so einprägsam, dass ich sie gut aus dem Gedächtnis heraus notieren konnte. Das einzige, was ich nicht genau weiß, ist die Tonart, weil ich kein absolutes Gehör habe.
da mich solche Recherchetätigkeiten reizen, weil ich es als wichtig erachte, solche persönlich wichtigen Fragen klären zu können, habe ich mich (auch weil mein Interesse geweckt war :D ) per Mail an Gösser gewandt. Und hier die Antwort: