So kläglich die KI auch versagt, wenn es darum geht, aus dem Nichts heraus das Bild einer Orgel zu generieren (siehe hier), so gut eignet sie sich zur Optimierung von schlechten Bildern:
Nehmen wir z.b. ein historisches Foto (1900) der alten (1943 zerstörten) Orgel des Kölner Domes:
So sieht dasselbe Bild nach einer KI-Optimierung aus:
Und wenn man das Ganze auch noch in Farbe haben will, sieht es so aus:
(Aber das kann dann natürlich nicht mehr als "historisch" durchgehen. )
für Präsentationen (ohne Orgelbezug) habe ich versucht, erste Bilder durch KI-generierte Bilder zu ersetzen. Hintergrund: Zu den ursprünglichen Bildern haben wir teilweise keine richtigen Quellennachweise und verwenden sie bisher im Rahmen des Zitationsrechts für die (universitäre) Lehre.
Allerdings stellt sich jetzt das Problem mit dem Urheberrecht anscheinend in etwas anderer Form wieder. Auf meine Frage an die KI, ob das Bild gemeinfrei sein, kam folgender Antworttext:
"Nein, nicht automatisch. Das Bild wurde hier per KI generiert; ob daran urheberrechtlicher Schutz besteht und ob du es frei nutzen darfst, hängt vom jeweiligen Land und den Nutzungsbedingungen des verwendeten Dienstes ab.
Für die praktische Verwendung gilt: Du kannst es in der Regel für persönliche oder kommerzielle Projekte verwenden, sofern die geltenden Dienstbedingungen das erlauben. „Gemeinfrei“ bedeutet nicht bloß „von einer KI erstellt“. Eine rechtlich eindeutige Gemeinfreiheit kann bei rein KI-generierten Bildern in vielen Rechtsordnungen fehlen, weil möglicherweise kein menschliches Urheberrecht daran besteht. Wenn du das Bild stark selbst bearbeitest oder kreative Elemente ergänzt, können an diesen menschlichen Beiträgen eigene Rechte entstehen. Prüfe vor einer Veröffentlichung außerdem, ob erkennbare Personen, Marken oder geschützte Gestaltungselemente enthalten sind.
Für eine verbindliche Einschätzung in deinem Land solltest du eine Rechtsberatung nutzen."
Das verstehe ich so, dass die generierten Bilder möglicherweise Teile oder mehr enthalten, die in anderen Bildern bereits enthalten sein können. Damit könnten sich rechtliche Probleme bei der Nutzung ergeben. Ich habe das Bild in die Google-Suche eingegeben und tatsächlich einige recht ähnliche (nicht identische!) Bilder erhalten.
Wie soll damit umgegangen werden?
Anderes Problem: ChatGPT weigert sich anscheinend, Bilder zu generieren, die Kinder oder Jugendliche zeigen, die Angst, Schrecken oder eine Bedrohung erleben. Gibt es diesbezüglich Erfahrungen, also mit der Generierung von Bildern mit negativen Emotionen?
Danke für alle Hinweise und beste Grüße von der Waterkant Christoph P.
Zitat von Hutten im Beitrag #92 Das verstehe ich so, dass die generierten Bilder möglicherweise Teile oder mehr enthalten, die in anderen Bildern bereits enthalten sein können. Damit könnten sich rechtliche Probleme bei der Nutzung ergeben. Ich habe das Bild in die Google-Suche eingegeben und tatsächlich einige recht ähnliche (nicht identische!) Bilder erhalten.
Wie soll damit umgegangen werden?
Wenn du sicher sein willst, dann nutzt du grundsätzlich nur Dinge die du selbst gemacht hast. Praktisch dürfte das Risiko für dich wohl gering sein, aber wie es der Zufall will, findet doch einmal jemand etwas.
Dazu kommen eben die Unsicherheiten weil der Gesetzgeber noch hinterher läuft. Rechteverwerter und kreative haben eine große Lobby, überall laufen große Verfahren, der Gesetzgeber arbeitet vermutlich auch an Anpassungen. Es kann also sicher davon ausgegangen werden, dass sich einiges ändern wird. Dann ist es ungünstig, wenn man etwas verbreitet hat und nicht mehr einfangen kann. Online kann man meist löschen, aber was wenn du zukünftig zahlen musst aber dein generierte Inhalte in festen Printmedien stecken?
Es kann sogar durch die Wasserzeichen soweit gehen, dass die KI Firmen sagen: Ja wir haben die Urheberrechte an den erstellten Bilder und jetzt zahlt. Gerade wenn die unternehmen vielleicht einmal mit dem rücken zur Wand stehen. Das trifft auf alles zu was generiert wurde. Du kannst nicht sicher sein irgendwelche Rechte zu haben...