Liebe Kollegen, ich habe mir im September die Suite im 2. Ton von Denis Bédard vorgenommen. Ein Problem, das ich irgendwie nicht vorausgesehen habe: Spiele ich das jetzt wie einen alten Franzosen mit inégalen Noten und umgekehrter inégalité oder wie es notiert ist? Was macht Ihr?
Ich kenne das Stück nicht, hab grad mal die Probeseite bei Stretta angeschaut. Der erste Satz hat die scharfen Punktierungen bzw. die triolischen Vorschläge der fr. Barockouvertüre ausnotiert, Ebenso in der Fuge ist es evtl. ein ausnotiertes inegalite bei den 8teln. In der Gavotte würde ich es vielleicht ganz dezent machen, erinnert ja sehr an die Clerambault Suiten. En style ancienne sozusagen. Es gibt auch eine Aufnahme vom Komponisten selber, ist vllt. auch eine Primärquelle.
Eben, ich frage mich einfach, wie er frz. Barockmusik versteht. Notiert er, was er haben will oder soll man die barocke Spielpraxis anwenden? Bei den Tangos von G. Bovet ist es klarer. Der schreibt, sie seien wie alte Musik zu behandeln.
Die Aufnahme habe ich nicht gefunden. Das wäre natürlich interessant. Gibt es die im Netz?
Ah, die hatte ich nicht gefunden. Die italienische Aufnahme ist nicht so meins, ziemlich gehetzt. Die andere ist sehr gut gespielt, der Kollege spielt aber "wie steht" und vielleicht ist das auch so gemeint.