Pfu... ich muss einen Liedplan für Sonntag erstellen und bin so was von uninspiriert. Die Texte sind diesmal echt schwierig, finde ich. Normalerweise fallen mir zum Evangelium und / oder erster Lesung meist zumindest zwei Lieder ein, aber diesmal bin ich, was das Proprium betrifft, echt ratlos.
Wie geht ihr vor, wenn ihr zu den Texten bzw. dem "Thema" keine "passenden" Lieder findet?
Das zum Beispiel vom Erzbistum Köln, hat mir ein Kollege geschickt, weil ich mich mit Liedplänen auch noch schwer tue.
Gibt's aber auch von anderen Bistümern oder von "Lingualpfeife" oder in den Büchern, wie Münchner Kantorale oder Liedvorschläge zum Schott Messbuch. Ich lese mich da grad etwas ein, werde wohl jetzt öfters Messen spielen.....
Gerade bei relativ uncharakteristischen Lesungen der Jahrkreissonntage ist das gar nicht so einfach. Oft bleiben da nur allgemeine Loblieder. Ein paar Ideen: Es muss nicht immer die 1. Strophe sein, manchmal enthält eine andere ein Stichwort aus den Lesungen. Buchtipp: Themenschlüssel zum GL. Weiterer Buchtipp: Liedvorschläge aus dem GL (Herder-Verlag). Diverse Bistümer haben Vorschläge online. Manchmal hilft tatsächlich auch ein Blick ins Graduale. Was steht im gregorianischen Repertoire? Gibt es textlich ähnliche Lieder?
Ich hab irgendwie beim Schreiben überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt, dass bei "normalen" Pfarren ja eh die diversen Liedvorschläge zu Rate gezogen werden können wie etwa das Direktorium der ED Wien. Mein Fall hier ist insofern speziell, als die Pfarre nur sehr eingeschränkt Lieder aus dem GL verwendet, es werden traditionell andere (eigene) Liedersammlungen verwendet. Da muss ich dann selber wählen.
Den Hinweis aufs Graduale finde ich sehr spannend, danke!
Ich bilde mir auch immer ein, man müsse das so gut wie möglich anpassen. Am Ende frage ich mich, wie vielen Leuten das dann wirklich aufgeht, dass man eine halbe Stunde am Liedplan gebastelt hat. Vermutlich sind die meisten mit Kirchenliedern zufrieden, denn in der Kirche singt man Kirchenlieder....
Beim Graduale muss man aber auf dem Schirm haben, dass zunächst der Ordo Cantus Missae konsultiert werden muss. Das Graduale romanum/triplex entspricht der vorkonziliaren Ordnung.
Zitat von Axel im Beitrag #7Beim Graduale muss man aber auf dem Schirm haben, dass zunächst der Ordo Cantus Missae konsultiert werden muss. Das Graduale romanum/triplex entspricht der vorkonziliaren Ordnung.
Es kommt auch einmal vor das ich einen Gottesdienst alleine Leite und auch spiele. Dann orientiere ich mich mit den Lieder an dem liturgischen Kalender den wir haben ( https://www.evlks.de/fileadmin/userfiles...alender_web.pdf ), im Lektorat stehen ja auch Vorschläge. Im Zweifel kann man das Archiv ja einmal befragen und schauen was vor einem Jahr gepredigt und gesungen wurde. Zumindest bei uns wird jede Andacht/Gottesdienst als Kopie archiviert.
Ansonsten kannst du im Prinzip auch experimentieren, welches Lied passt deiner Meinung nach am besten in diese Situation. Da kann es auch einmal unproblematisch sein die üblichen Zuordnungen zu ignorieren. Simples Beispiel Maria durch ein Dornwald ging wird oft zu Weihnachten gesungen, obwohl es kein Weihnachtslied ist. Okay, stille Nacht wäre wirklich etwas unpassend, aber experimentiere doch einfach etwas.
In der Annahme, das die meisten Forianer des Lateinischen nicht oder nur eingeschränkt mächtig sind, empfehle ich die deutsche Übersetzung des OCM beim Liturischen Institut Trie: Liturgische Dokumente Für die derzeit gültige Fassung der lateinischen Messe das Graduale Novum