Zur ursprünglichen Frage: Ich verwende ein Flacheisen, 30mm breit, 8mm dick und rund 360mm lang. Das hat mal eine Schicht Leinölfirnis bekommen, die noch im nicht ganz harten Zustand wieder abgerieben wurde. Damit ist das Eisen wunderbar griffig und ich stimme damit alle Pfeifen, von der 16'-Posaune bis zur 8' Rohrschalmey.
Und zum Stimmen nehme ich recht häufig mein Smartphone. Der Grundton wird auf die Oktave 4' kalibriert und dann kann ich sehr schön sehen, wie die Pfeife sich stimmen lässt.
Zitat von Fili im Beitrag #19Meine Sorge wäre eher, dass ich nicht höre, wann die Pfeife wirklich "ihren" Ton erreicht hat. Ich hör immer sehr konzentriert mit, wenn gestimmt wird (ich bin die, die brav die Tasten drückt), aber nicht immer versteh ich, warum der Stimmer schon weiter geht oder aber umgekehrt, warum er noch weiterstimmt.
Nicht alle Orgelbauer stimmen wirklich gründlich.
Mein Tip: Nicht auf die Zunge konzentrieren, sondern "daran vorbeihören". Dann nimmst du die Schwebungen besser wahr. Je langsamer, desto näher kommst du dem richtigen Ergebnis. Wenn du nicht weißt, in welche Richtung: Lieber erst mal Krücke nach oben schlagen, also tiefer stimmen. Manchmal ist es am richtigen Punkt schwierig, da kann es helfen, nochmal wirklich zu verstimmen und sich dann langsam annähern.
Zitat von Fili im Beitrag #19Meine Sorge wäre eher, dass ich nicht höre, wann die Pfeife wirklich "ihren" Ton erreicht hat. Ich hör immer sehr konzentriert mit, wenn gestimmt wird (ich bin die, die brav die Tasten drückt), aber nicht immer versteh ich, warum der Stimmer schon weiter geht oder aber umgekehrt, warum er noch weiterstimmt.
Nicht alle Orgelbauer stimmen wirklich gründlich.
Mein Tip: Nicht auf die Zunge konzentrieren, sondern "daran vorbeihören". Dann nimmst du die Schwebungen besser wahr. Je langsamer, desto näher kommst du dem richtigen Ergebnis. Wenn du nicht weißt, in welche Richtung: Lieber erst mal Krücke nach oben schlagen, also tiefer stimmen. Manchmal ist es am richtigen Punkt schwierig, da kann es helfen, nochmal wirklich zu verstimmen und sich dann langsam annähern.
Manchmal ist es sicher schwer festzustellen, bin ich jetzt zu hoch oder doch noch zu niedrig. Vor allem dann, wenn es nur um geringe Differenzen geht - so meine Erfahrungen.
Außerdem gibt es dann häufig das Problem mit den Gehäusetüren. Ich stimme einen Ton schön sauber und wenn ich die Türe schließe, passt es wieder nicht. Also solange probieren, bis es bei geschlossenen Türen passt. Die meisten Stimmer, die so von den Orgelbauern übers Land geschickt werden, kennen natürlich nicht jede Feinheit, die stimmen ein Register durch, machen die Türen zu und das wars. Deshalb bin ich immer dabei, wenn die zu Besuch kommen.
Im Übrigen habe ich, was ja selbstverständlich sein sollte, ein Hygro- und Thermometer an "meiner" der Orgel. Wenn ich die Zungen stimme (was meist alle paar Wochen passiert), trage ich die Stimmung mit Datum und Temperatur eine Tabelle ein, die am Spielschrank liegt. Gerade jetzt, wo die Heizperiode beginnt, kann ich und jeder andere anhand der Temperaturen ablesen, ob die Zungen zu gebrauchen sind oder nicht. Das funktioniert ganz gut.