Hättet ihr gedacht, dass der neue (designierte) Erzbischof von Wien, Josef Grünwidl, das Konzertfach Orgel an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst absolviert hat ? Respekt ! 👍
Zitat von Romanus im Beitrag #1Hättet ihr gedacht, dass der neue (designierte) Erzbischof von Wien, Josef Grünwidl, das Konzertfach Orgel an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst absolviert hat ? Respekt ! 👍
Meines Wissens nach hat er 4 Semester Konzertfach Orgel bei Tachezi/Capek studiert und ist dann auf Theologie umgesattelt. Das brachte mein Sohn von W. Capek in Erfahrung. Er war übrigens ein Schulkollege von mir, allerdings 2 Jahre älter und hat als Schüler den Bundesredewettbewerb gewonnen. Schließlich stammt er aus dem Weinviertel, einer Melker Stiftspfarre. J. Prandtauer soll diese Kirche fast zeitgleich mit dem Stift Melk errichtet haben. In dieser Kirche gibt es eine kleine Hencke-Orgel mit 18 Registern, wovon einige Register durch Franz Ullmann um die Jahrhundertwende ergänzt wurden. Pfarrkirche Wullersdorf
🧐 Interessant, von dieser Hencke-Orgel wusste ich noch gar nichts, zumal sie auch nicht in Alois Forers Buch "Orgeln in Österreich" erwähnt wurde. Diese Orgel hat übrigens große Ähnlichkeit mit der 1750 erbauten Hencke-Orgel in Maria Kirchbüchl, letztere dürfte noch mehr im Originalzustand sein und hat auch ihren Platz im erwähnten Forer-Buch.
Zitat von Romanus im Beitrag #3🧐 Interessant, von dieser Hencke-Orgel wusste ich noch gar nichts, zumal sie auch nicht in Alois Forers Buch "Orgeln in Österreich" erwähnt wurde. Diese Orgel hat übrigens große Ähnlichkeit mit der 1750 erbauten Hencke-Orgel in Maria Kirchbüchl, letztere dürfte noch mehr im Originalzustand sein und hat auch ihren Platz im erwähnten Forer-Buch.
Die Hencke-Orgel in M. Kirchbüchl wird regelmäßig von Chr. Allgäuer gewartet und ist vergleichsweise zur Wullersdorfer Orgel in einem Top-Zustand.
Zitat von JJBB1 Meines Wissens nach hat er 4 Semester Konzertfach Orgel bei Tachezi/Capek studiert und ist dann auf Theologie umgesattelt.
JJBB1
Auf der Seite der österreichischen Bischofskonferenz:
Zitat Neben dem Theologiestudium an der Universität Wien absolvierte er zugleich auch ein Orgel-Studium (Konzertfach) an der Musikuniversität Wien.
Er hats also parallel studiert. Wenn ich lese "absolviert", verstehe ich eigentlich, dass es auch abgeschlossen wurde. Wenn es nur heißt, er hat es studiert, ließe das offen, ob er es auch abgeschlossen hat.
Bei Wikipedia steht, er hat das Konzertfach Orgel absolviert und in der ZiB haben sie das auch so gesagt, deshalb habe ich ihn für einen Absolventen gehalten, aber wer weiß ?
Ich halte die Info von Prof. Capek, der seinerzeit Assistent bei Tachezi war, für glaubwürdig. Demnach hat Grünwidl nur 4 Semester Konzertfach Orgel absolviert und danach auf Theologie umgesattelt. Demnach müsste die Info in Wikipedia nicht korrekt sein.
Zitat von Romanus im Beitrag #3🧐 Interessant, von dieser Hencke-Orgel wusste ich noch gar nichts, zumal sie auch nicht in Alois Forers Buch "Orgeln in Österreich" erwähnt wurde. Diese Orgel hat übrigens große Ähnlichkeit mit der 1750 erbauten Hencke-Orgel in Maria Kirchbüchl, letztere dürfte noch mehr im Originalzustand sein und hat auch ihren Platz im erwähnten Forer-Buch.
Die Hencke-Orgel in M. Kirchbüchl wird regelmäßig von Chr. Allgäuer gewartet und ist vergleichsweise zur Wullersdorfer Orgel in einem Top-Zustand. JJBB1
Die wesentliche Substanz der Hencke-Orgel in Wullersdorf ist natürlich noch vorhanden, wenngleich zB das Pedal durch F. Ullmann erweitert (keine kurze Oktave mehr) und andere Register tlw. von F. Ullmann stammen dürften. Die nachträglich hinzugefügten Register sind durch dünnere bzw. kreisrunde Registerzüge erkennbar.
Natürlich bedürfte diese Orgel einer dringenden Restaurierung bzw. ev. sogar Rückführung zum Originalzustand von Hencke, was natürlich in einer vergleichsweise kleineren Melker-Stiftspfarre ein großes finanzielles Problem ist.
Ich kenne Josef Grünwidl noch aus den 80ern, wo wir kurzzeitig sogar in einer gemeinsamen Orgelklasse der MS Hollabrunn waren, damals noch bei Organist Dominicus Franz Hofer o.praem., heute in Geras. Ich kenne ihn als hervorragenden Organisten und ich habe sogar noch ein digitalisiertes VHS-Video von einem Bach-Workshop und Klassenabend in der Pfarrkirche Hollabrunn, wo Josef BWV 869 und Mendelssohns Präludium und Fuge in c spielt. Er vertrat auch regelmäßig Gottfried Holzer bei den monatlichen Wallfahrten in der Basilika Maria Roggendorf. Er ist mir als ruhiger, ausgesprochen netter und absolut guter Musiker in sehr guter Erinnerung!