Die ursprüngliche Disposition der Orgel würde mich wirklich interessieren. - Vielleicht wurden ja bei dem/den Umbauten noch einige ursprüngliche Register verwendet. Aber auf jeden Fall möchte ich mich schon jetzt für die vielen Informationen bedanken!
Kann schon sein, dass noch Material von Dreymann erhalten ist. Ich denke Eifert hat es romantische gemacht mit mehr Grundstimmen als bei Dreymann (Ein schönes weitgehend erhaltene Orgel ist St. Ignaz im Mainz). Und später hat man einen neuen Spielschrank dazugebaut und Motor und Disposition wieder geändert....
Ich habe das Buch von Seip doch in meiner Handbibliothek gefunden (habe mich überhaupt nicht mehr daran erinnert, das Buch zu besitzen!). Laut Vertrag 1851 waren vorgesehen: I. Hauptmanual: Principal 8', Bourdon 16', Viola di Gamba 8', Großgedackt 8', Octava 4', Kleingedackt 4', Superoctave 2', Mixtur 3f. 3' II. Nebenmanual: [Principal 4' nachträglich vereinbart], Flöte-travers 8', Salcional 8', Spitzflöte 4', Flageolet 2' Pedal: Principalbaß 8', Subbaß 16', Posaunenbaß 16' (stattdessen war ursprünglich Flötenbaß 8' vorgesehen) Manualkoppel, Pedalkoppel, Ventilzug, 3 Kastenbälge
1898 Ersatz des Posaunenbasses durch ein neues Register von Eifert 1900 Reparatur durch Eifert, Einbau von drei neuen Registern der Firma Bier in Giengen 1903 Einbau einer gestifteten Aeoline 8' durch Eifert 1917 Ausbau der Prospektpfeifen nach 1925 Einbau von Prospektpfeifen aus Zink vor 1956 erneute Dispositionsänderung 1966 Umbau und Dispositionsänderung durch Klaus Becker aus Kupfermühle. Einbau neuer Windladen und eines neuen Spielschranks.
Da kümmert sich niemand drum. Die Orgel wird einmal im Jahr gestimmt (gewartet) und ansonsten wird sie zum Gottesdienst gespielt. Da ist niemand, der sich ambitioniert drum kümmert - leider. Wie gesagt, es ist eine kleine Stadtteilkirche ...