Ich lerne es eh grad unter Anleitung. Aber mit der praxisnahen Umsetzung haperts noch. 🤣
Die Akkordlieder sind übrigens immer etwas gefährlich, wenn man das so spielt, wie es dasteht, kommen immer mal wieder Parallelen vor. Ist halt nicht für Orgel gemacht, ursprünglich...
1. 15 min vorher geht bei mir nie, weil Rosenkranz gebetet wird.
2. Lieder, die mit Akkordsymbole im GL stehen, sind alle aus dem Bereich populäre Musik. Da sind Parallelen egal. Bei Gospel lieder sogar gewünscht, da ist Bass oft unisono mit Sopran.... Und das geht meistens gut auf der Orgel wenn als Melodiesolostimme auf Manual 1. Begleitung auf Manual 2. Pedal mit Bass....es hilft da mal in amerikanischen Ausgaben für Kino/Theaterorgel oder Hammondorgel zu schauen. Gibt es da viele interessante Sachen. Und dann gehen auch viele Popsongs, Neue GeiLies und Worship auf der Orgel. Ich glaube vieles ist mehr "ich will nicht" als "ich kann nicht".
3. Ich spiele Lieder aus den normalen Büchern mit Melodie (In Amerika sagt man Pewedition) Orgelbuch nutze ich fast nicht. Vorbereitung nur bei unbekannte Lieder nötig.
4. Auf Literatur muss ich natürlich auch üben. Ich versuche eine Stunde am Tag, das geht nicht immer weil Familie und Hauptberuf auch Dinge nötig haben.
Puh, danke, ich hab schon kurz die Krise gekriegt... Weil wenn ich mir eine Begleitung per Gitarrenakkorden spontan "überlege", dann pass ich nicht unbedingt bewusst auf Parallelen auf🤭...
Es gibt nichts in der Welt, das so wertvoll wäre, wie der Herzensfrieden. ~Franz v. Sales~
Wie lange meine Vorbereitung auf einen Gottesdienst dauert, habe ich noch nie gemessen. Normalerweise bekomme ich die Liedliste vom (von der) jeweiligen Pfarrer(in). Dann schaue ich, ob mir die Lieder noch geläufig sind, was meistens der Fall ist. Für Vor- und Nachspiel habe ich genug Auswahl, für Fasten- und Passionszeit oder für den November ist die Auswahl eher eingeschränkt, da bin ich oft auf der Suche.
Was einen erhöhten Zeitaufwand mit sich bringen kann, sind Lieder aus dem neuen Gesangbuch »Neue Lieder« der evangelischen Kirche. Diese Sammlung ist sozusagen ein Versuchsballon für das neue evangelische Gesangbuch, das für 2028 geplant ist (zunächst war es 2030). Dazu gibt es ein »Tastenbuch«, das viele Sätze für Klavier enthält – für Orgel weniger geeignet – oder was es sonst schon vom jeweiligen Verlag dazu gibt. Ich schreibe daraus dann einen Orgelsatz, was seine Zeit braucht, oder vergrößere einfach den Liedsatz aus dem neuen Gesangbuch auf DIN A4 und schreibe mir die Harmonien und den Basslauf dazu auf das Blatt. Den Zeitaufwand habe ich dabei noch nie gemessen. Ich muss aber zugeben, dass mich dieser Aufwand je nach Zeitlage nervt.
Ich brauch den Druck. Was mir ungemein hilft, ist,die Auswahl zu treffen für die instrumentalen Stücke/Kommunion in einer ruhigen Minute. Dann lass ich das mal so 1-2 Tage liegen und dann fokussiere ich mich auf den Messablauf sprich die Lieder und Instrumentales. Was wann... Ganz wichtig ist es mir vor dem Üben überhaupt, die zu singenden Lieder ins Ohr zu bekommen.Da hilft meist youtube oder das GL für den Gottesbesucher. Das hol ich mir dann bei winzigen Gelegenheiten her und beschäftige mich damit, bis sie gespeichert sind. Dann erst gehts ans Üben. Ich bin immer eine Stunde vorher schon da und spiele nochmal alles durch. Ich spiele auf vier verschiedenen Orgel/Kirchen. Bei einer davon hab ich keinen Ablageplatz, also muss ich die benötigten Lieder auf ein DIN A4 Blatt kopieren. Jemand hat mir geraten, ein Notentablet zu besorgen, aber die sind mir noch zu teuer.
Manchmal spiele ich ein zwei Töne dazu, ein Versuch, ob ich das Improvisieren wohl hinbekommen würde. Ich war im Juli in der Orgelwoche mit Werner Reidinger. Er hat mich unglaublich inspiriert mit seinem Engagement. Und er hat uns viel Blödsinn beigebracht: den Radetzkymarsch zum Beispiel als Auszug. Es war so lustig.
Zitat von Irene im Beitrag #15...Manchmal spiele ich ein zwei Töne dazu, ein Versuch, ob ich das Improvisieren wohl hinbekommen würde...
Hallo Irene Heisst das, dass du die Liedbegleitung einstimmig spielst und manchmal eine zweite und dritte Stimme dazu - oder spielst du einen vierstimmigen Satz mit zusätzlichen, nicht notierten Noten?
Ich nehme an, Irene, du meinst den normalen Orgelsatz plus Verzierungen, richtig? Ein "zuviel" könnte Mitsingetechnisch in manchen Gemeinden aber zu Verwirrung führen... Meine wären schon irritiert, wenn ich jede Strophe anders registrieren würde🤣.
Aber manchmal nehm ich bei der Kommunion ein (bei uns eher unbekannteres) Lied aus dem GL her, und improvisiere auf dieser Basis ein bisschen - ohne es als Lied anzuzeigen.
Es gibt nichts in der Welt, das so wertvoll wäre, wie der Herzensfrieden. ~Franz v. Sales~