Auch dieses Jahr habe ich den Ehrgeiz, an jedem Adventsonntag ein passendes Orgelmusik-Video zu veröffentlichen.
Eine der schönsten Bearbeitungen von "Wachet auf, ruft uns die Stimme" ist für mich jene von (Bachs Vetter) Johann Gottfried Walther und einmal mehr habe ich in der virtuellen Heilig-Geist-Orgel der Stiftsbasilika Ottobeuren (Sampleset von Organ Art Media) das ideale Instrument dafür gefunden:
Meine Registrierungen:
Vers 1:
Hauptwerk: Copel 16´ Principal 8´ Octav 4´ Doublet 2´ Mixtur IV Cimbal III
"Nun komm, der Heiden Heiland" gehört zu meinen Lieblings-Adventchorälen und diese Bearbeitung mit melismatischem Cantus firmus ist für mein Emfinden eine der Schönsten aller Zeiten. Ich habe dieses Choralvorspiel zum 1. Mal als Volksschüler auf dieser LP gehört und Franz Lehrndorfers Interpretation dieses Stückes hat wohl auch stark meine geprägt. Glücklicherweise habe ich dafür genau die richtigen Register in der virtuellen Heilig-Geist-Orgel der Stiftsbasilika Ottobeuren (Sampleset von Organ Art Media):
Meine Registrierung:
Hauptwerk: Copel 8´ Flet 4´
Positiv: Copel 8´ Flet 4´ Quint 3´ Tremolo dous
Pedal: Copel 16´ Flauta 8´
Front/Rear-Mix: 80/100
Zum Vergleich: So hat dasselbe Stück vor 2 Jahren an der selbst-intonierten Gloria Concerto 234 geklungen:
Ich spiele das Stück nach der Bärenreiter-Edition. Wer das Stück selbst spielen und nicht gleich die Gesamtausgabe kaufen will, findet hier Gratis-Noten in diversen Editionen.
Wer keine Slideshows oder kein Youtube mag, findet hier das mp3.
Mehr Klangbeispiele dieser faszinierenden virtuellen Orgel findet ihr in meiner Ottobeuren-Playlist, die seit heute bereits 10 Videos beinhaltet.
Du bist in den 2 Jahren um fast 20 Sekunden langsamer geworden, aber immer noch 45 Sekunden schneller als Franz Lehrndorfer. Seine Registrierung hast du ziemlich perfekt kopiert.
Am 3. Adventsonntag, der den schönen lateinischen Namen "Gaudete" trägt, wird in meiner Pfarre traditionell das Lied "O komm, o komm, Emmanuel" (GL (Österreich-Teil) 798) als Introitus gesungen, dessen Text passenderweise die Worte "Freue dich" enthält, deshalb habe ich für diesen Höhepunkt der Adventzeit auch meine eigenen Choralbearbeitungen geschrieben und gestern neu aufgenommen mit dem Klang der prächtigen Silbermann-Orgel (1735) der Stadtkirche St. Petri in Freiberg (Sampleset von Sonus Paradisi):
Meine Registrierungen:
Intrada und Fughette: Gekoppeltes Plenum auf 16´-Basis
Choralvorspiel:
Oberwerk: Principal 8´ Quintadena 8´
Hauptwerk: Rohrflöte 8´ Quinta 3´ Tertia aus 2´ Tremulant
Choral:
Hauptwerk: Octav Principal 8´ Octava 4´
Pedal: Principal 16´ Octaven Bass 8´ Bassventil (Pedalkoppel)
Refrain ("Freue dich"):
Hauptwerk: + Quinta 3´ + Octava 2´
Zum (hinkenden) Vergleich meine 4 Jahre alte Aufnahme an der selbst-intonierten Gloria Concerto 234:
Trotzdem ist die Neuaufnahme kein reines "Remake", denn damals hatte ich den Choralsatz noch stark an jenen von Josef Friedrich Doppelbauer angelehnt, aber diesmal habe ich einen neuen, völlig eigenständigen Satz dazu geschrieben.
Mehr Klangbeispiele dieser prächtigen, virtuellen Orgel findet ihr in meiner Freiberg-Playlist.
Mit diesem 4. Video ist mein musikalischer Adventkranz für dieses Jahr nun komplett: Die kurze Toccata (möglichst im Barockstil) habe ich 2011 für den feierlichen Einzug am 1. Adventsonntag nach dieser Methode komponiert, sie passt aber genausogut zum 4. Advent. Der anschließende Choralsatz stammt aus dem "Württembergischen Choralbuch" und wurde auch in das Gotteslob-Orgelbuch übernommen, er ist für mich bis heute der schönste Satz zu diesem Lied, deshalb habe ich keinen eigenen Satz dazu geschrieben. Als perfektes Instrument für diese kurze Choralbearbeitung habe ich mir eine historische Barockorgel in ungleichschwebender Stimmung mit einer gravitätischen Pedalposaune und einer Pedalkoppel gewünscht, alle diese Qualitäten hat die prächtige Silbermann-Orgel der Stadtkirche St. Petri in Freiberg (Sampleset von Sonus Paradisi):
Meine Registrierungen:
Toccatina: Gekoppeltes Plenum, in den Manualen auf 8-Basis, im Pedal auf 16´-Basis + Posaune 16´ + Untersatz 32´