Welche Gesamtausgabe der Orgelwerke von César Franck bevorzugt ihr? Sei es im Hinblick auf das Notenbild, die Blätterstellen oder auch die Quellentreue. Es gibt ja viele (Peters, Bärenreiter, Wiener Urtext, ...).
Ich spiele aus einem Dover Reprint der Durand Ausgabe. Das hat durchaus Druckfehler, die aber bekannt sind. Kann man dann anhand der Liste korrigieren. Bärenreiter wäre durchaus eine Überlegung wert. Von Peters ist abzuraten, da der Herausgeber (Otto Barblan) willkürlich Sachen geändert hat, z.B. Bögen versetzt hat. Wiener Urtext kenne ich nicht. Butz hat noch einen Reprint der Erstauflage in Hochformat.
Ich finde mal abgesehen vom genauen Werk jetzt, Bärenreiter mit am besten. Sehr gute Lesbarkeit, gute Notengröße, hochwertiges Papier, wenn was verändert wurde ist es vermerkt.. etc. Eignet sich auch gut für uns Amateure. Sind auch, so finde ich , die mit am übersichtlichen Noten.
Peters ist so eine Sache... Mein Orgellehrer meinte mal, gut für Konzertorganisten, die das alles schnell runterspielen können, für den Ottonomalverbraucher viel zu kleine Noten, unübersichtlich, oft wird zuviel in eine Zeile oder System gedrängt, dann dazwischen noch die Artikulationsanweisungen etc, ne das ist zu knapp. Mein Bach g dur Concerto was ich von Peters habe, sieht aus wie ein Schlachtfeld, man kann da gar nichts mer erkennen. Die Bärenreiter ausgäbe ist da deutlich besser und übersichtlicher.
Und wiener Urtext ist von der Qualität nicht schlecht, habe ein Klavierheft von denen mit Bach "Querbeet" und fand das gar nicht schlecht, waren vor knapp 8 jähren meine ersten Bach Noten die ich so hatte. Danach habe ich dann Henle entdeckt, für mich gibt es für Klavier keinen besseren Notenverlag als Henle.