Erstmal denkt man wenn man die Liste sieht, Wahnsinn wie viele Register, doch wenn man mal im Detail schaut, das 60% eigentlich Transmissionen sind … Ohne die Klangeindrücke ließt sich das ja erstmal gar nicht so schlecht, eine Mischung aus Barock, Romantik etc. Als eierlegende Wollmulchsau… naja so topp dann wie leider oft wenn es so ein Gerät werden soll ist es leider nicht.
kurz zur Erklärung - Was ist strenggenommen eine Hyper-Orgel und wodurch unterscheidet sie sich von einer herkömmlichen Orgel einer bestimmten Stilrichtung?
Eine Hyper-Orgel würde ich kurz definieren als eine im vollem Umfang per Computer steuerbare Orgel. Die Computersteuerung ermöglicht eine Vielzahl von technischen Anwendungen; im Video von der offiziellen Einweihung der Orgel umreißt Prof. Dr. Hannes Ritschel in seinem Vortrag (ab 01:11:36) einige mögliche Verwendungen:
Hallo, so wie ich das verstanden habe, ging es neben der Digitalisierung auch darum, Register bzw. Farben so auszuwählen, dass für die Musik unterschiedlicher Epochen und Stile jeweils passende Klangfarben zusammengestellt werden können. Beste Grüße von der Waterkant Christoph P.
Eine Orgel, die (angeblich) für jede Epoche und jeden Stil die richtigen Klangfarben bereitstellt, nennt man seit vielen Jahrzehnten eine "Universalorgel". Eine Universalorgel soll die Würzburger Orgel auch sein. Aber der Begriff Hyper-Orgel bezieht sich ausschließlich auf die Möglichkeit der Steuerung per Computer.
Genau. Man könnte Tränen lachen über die Irreführung der Öffentlichkeit mit Hilfe des großartigen, neuen Begriffs Hyper-Orgel ... Im Grunde hätte die Musikhochschule das Gleiche für nur 1 Prozent der Kosten von 3 Millionen haben können!
Vielleicht sollte man in die Definition des Begriffes Hyper-Orgel einbeziehen, dass es sich dabei um eine technisch und klanglich hochwertige Pfeifenorgel handeln muss. Ich würde meine Concerto und ihre zahlreichen Vorgängerinnen nicht unbedingt als "Hyper-Orgeln" bezeichnen.
Das ist richtig, "Hyper-Orgel" nennt man nur computerfähige Pfeifenorgeln. Aber diese Pfeifenorgel klingt in meinen Ohren genauso steril wie eine Sakralorgel, insofern hätte die Musikhochschule tatsächlich das gleiche Ergebnis mit einer Sakralorgel erreichen können zu einem Hunderstel der Kosten! Der Höhepunkt des Vortrags von Hannes Ritschel ist bezeichnenderweise eine Anwendung, für die er vorher die Klais-Orgel teilweise gesampelt hat und diese Samples auf einem Spieltisch im Keller abspielt!!
Ist der Begriff "Hyper-Orgel" nicht auch an eine gewisse "Mindestgröße" gebunden ? Ab wie vielen Manualen und Registern kann man eine midifizierte Pfeifenorgel als "Hyper-Orgel" bezeichnen ?