Hallo, ich habe eine Frage zur Reparaturen bei Instrumenten, die älter sind als, sagen wir, 10 Jahre. Wenn man selber keine Ahnung von Elektronik hat, und mitten im österreichischen Dorf wohnt (also weit weg von einer Stadt wie Graz oder Linz), wohin kann man sich wenden, wenn die Orgel nicht mehr so funktioniert wie sie soll? Können Orgelbauer helfen, oder Elektriker? Wenn man das Instrument nicht transportieren kann, sind die Optionen ziemlich eingeschränkt. Nehmen wir an, das Instrument stammt vom Hause Johannus oder Viscount (sonst wird es noch schwieriger!). Ich muß dies in Erwägung ziehen, bevor ich mich für ein gebrauchtes Instrument entscheiden kann. Wäre dankbar für Hinweise diesbezüglich! Peter
Ich wohne in einem kleinen Dorf in der Schweiz und bin – ähnlich, wie du – weit weg von den bekannten Orgelhändlern. Bisher habe ich problemlos Hilfe von Fa. Kisselbach bekommen, wenn es um die "Hardware" ging. Wenn ich Zeit hatte, dann wurde die Reise des Service-Techniker so geplant, dass mehrere Kunden auf einer Rundreise bedient wurden, damit sich die Kilometer-Kosten in Grenzen hielten.
Wenn es um Software im weitesten Sinne geht (Hauptwerk), ist Peter Voitz von Sakralorgelwelt in Freilassing (nahe Salzburg) für mich ansprechbar: Er kann die Probleme mit Fernwartung lösen.
Wer konkret in Österreich für dich in Frage kommen könnte, wissen sicherlich Einige hier....
Hallo Eberhard, das ist sehr gut zu wissen, vielen Dank! Also von der Fa. Kisselbach würde ein Techniker hierher kommen (falls das Problem nicht leicht zu lösen wäre), und auch andere Klienten auf der gleichen Strecke besuchen. So machen es die Klavierstimmer auch, und wenn Kisselbach das macht, machen es wahrscheinlich auch andere Firmen, die vielleicht noch näher sind. Aber es ist gut zu wissen, daß es mindestens eine Firma gibt, die das verlässlich macht (auch dann, wenn die Orgel nicht von ihnen kommt). Und danke auch für den Tipp von Freilassing - das ist jedenfalls wertvoll! LG, Peter
Es gibt noch eine weitere Kategorie von Reparaturen: Nämlich die, welche man selbst erledigen kann. Ich hatte zum Beispiel eine Johannus-Orgel mit holzbelegten FATAR-Tastaturen. Diese haben zur Druckpunkt-Simulation Hütchen aus Gummi, die sich auf Matten angeordnet unter den Tasten befinden. Nach ein paar Jahren machen sie Knackgeräusche, die störend sind. DieDruckpunktmatten konnte ich, nachdem ich vom Kisselbach-Techniker die Pläne bekommen hatte, nach einiger Übung problemlos selbst wechseln. Die speziell notwendige gebogene Spitzzange zum Aushängen der Tastenfedern habe ich im Baumarkt gekauft.
Dieses Thema bei FATAR-Tastaturen ist nicht nur bei mir aufgetaucht. Meine jetzige Orgel hat UHT-Tastaturen mit einer anderen, magnetischen Druckpunkt-Simulation, die verschleissfrei operiert.
Hallo Eberhard, gewisse Reparaturen traue ich mir zu, vielleicht sogar die, die Du beschreibst (wenn ich die Anweisungen dazu bekomme). Ohne Anweisungen wäre ich vollkommen verloren. Und oft sind die Problemquellen nicht dort, wo man sie zuerst vermutet (vor allem wenn es um die Elektronik geht). Ich tendiere dazu, ein eher neueres Instrument zu nehmen (also nicht 30 Jahre alt!), obwohl gerade manche alte Instrumente besonders verlässlich sind. Aber trotzdem, irgendwann werden die Probleme kommen...LG, Peter