Wir wollen dem Sexualstraftäter Winfried Pilz, der den deutschen Text geschieben hat, kein Forum im Gottesdienst geben. Genauso wie "Du Bist das Brot". Da hat sogar der Komponist verboten, dass der Text auf seine Melodie gesungen wird.
Wenn ich einen Organistendienst partout nicht machen will, lasse ich mich einfach vertreten ! Auch als Hauptorganist hat man das Recht, auch mal einfach nicht zu können. Z.B. in Organisten-Vertretungsbörsen auf Facebook findet man immer irgendwen, der das gern übernimmt.
Für mich auch ein Trauma… In der Schule.. ohjee immer dieses Lied… Der Organist, welcher immer unsere Gottesdienste spielte, weigerte sich auch das zu spielen ( was ich zu 10000% nicht anders gemacht hätte) also hat der Pfarrer die Gitarre rausgeholt und schrum schrum Laudato si….
ich würde darauf verweisen, was über den Liedautor bekannt ist und fragen, ob das wirklich gesungen/gespielt werden soll: https://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Pilz Beim Agnus Dei von André Gouzes (in den Nordbistümern im GL als Nummer 722) habe das einmal so gemacht und seitdem wird es nicht mehr gesungen. Eine Ausnahme mache ich nach längeren Überlegungen und Rückfragen beim Fachbereichs Kirchenmusik des Bistums beim 4-teiligen Model von GL 177,2.
Zitat von Bertrand im Beitrag #1Am kommenden Konfirmations-Sonntag darf (oder besser »muss«) ich das Lied »Laudato si« auf der Orgel begleiten ...
Eine wichtige Information fehlt: Wie viele der 9 Strophen? Das Lied ist meiner Meinung nach inhaltlich und auch musikalisch nicht gut... Aber das ist nur meine Meinung.
Zitat von SCH im Beitrag #7die Anschuldigungen gegen
Ich für meinen Teil sehe das als Orgelspieler pragmatisch… Meine Aufgabe an der Orgel ist es die musikalische Ausgestaltung zu übernehmen, nicht die moralische und juristische Bewertung über die Beteiligten an einem Werk welches in den offiziellen Gesangsbücher abgebildet sind. Da wären die Landeskirchen in der Pflicht Stellung zu beziehen und zu sagen das sie von solchen auffälligen Personen eben die Werke entfernen und untersagen zu nutzen. Aber das ist wohl ein heißes Pflaster, zumal einige Wirkende mehr daran setzen Straftaten zu vertuschen anstatt sie zu benennen und aufzuklären. Aber auch die andere Frage ist schwer zu beantworten: Darf man die Musik von Michael Jackson nicht mehr gut finden oder überhaupt noch spielen, weil er ein schlechter Mensch war in Bezug auf Kinder? Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Zitat von Romanus im Beitrag #4Wenn ich einen Organistendienst partout nicht machen will, lasse ich mich einfach vertreten !
Zumindest wenn man nicht als Kirchenmusiker beschäftigt ist kann man ja durchaus sehr frei Vorgaben machen. Ich habe auch meine Liste die ich nicht spiele. Das wird so kommuniziert und wenn der Pfarrer das trotzdem gespielt haben will, dann muss er sich jemanden suchen der das macht. Da muss man nur den Mut haben seine eigenen Grenzen auch zu nennen und einzuhalten.
Zitat von SCH im Beitrag #7Soweit ich weiß, sind die Anschuldigungen gegen A. Gouzes mittlerweile widerlegt.
Danke für den Hinweis! Ich habe eben ganz kurz rechierchiert. Es scheint so, dass das Verfahren mit seinem Tod nach französischem Recht eingestellt wurde. Ob die Vorwürfe selbst widerlegt wurden, habe ich nicht gefunden, auf die Schnelle auch nichts darüber, ob die Musik wieder gespielt wird. Gibt es da eine Quelle? Da ich beruflich (indirekt) mit solchen Fällen und den Auswirkungen auf die Opfer zu tun habe, spielt das für mich schon eine Rolle bei der Musikauswahl. Wie gesagt, hatte ich tatsächlich in diesem Fall auch mit dem Referat Kirchenmusik des Bistums korrespondiert. Beste Grüße von der Waterkant Christoph P.
Ich hatte mit dem Hildesheimer Bistum Kontakt, da gibt es einen chor der nach gouzes benannt ist. Die haben wohl deswegen bei den Dominikanern nachgefragt.