Eigentlich hatte ich bis gestern in die Nacht hinein für heute dieses Programm geübt, aber dann hab´ ich mir um ca. 01:00 gesagt: Nee ! Ich habe die Stücke zwar vorbereitet und kann sie im Grunde auch, aber ich fühle mich dabei nicht völlig sicher, noch dazu vor so viel "Publikum", es könnten mir dabei Fehler passieren. Deshalb spiele ich stattdessen lieber irgendwas, das ich "im Schlaf" beherrsche und wobei mir mit einem Minimum an Konzentration nichts passieren kann !
Also habe ich heute statt dem oben verlinkten Programm folgendes gespielt:
Ich konnte diese Stücke heute in der vollen Kirche relaxt, souverän und vor allem fehlerfrei spielen, wie zufällig haben diese Stücke sogar perfekt zu den Tonarten der Eingangs- und Schlusslieder gepasst und alle waren sehr zufrieden, mich eingeschlossen.
Ich kann nur jedem, der bei öffentlichen Gottesdiensten Orgel spielt und (wie ich) keine ausgesprochene "Rampensau" ist, empfehlen, im Zweifelsfall lieber das zu spielen, was man wirklich gut und vor allem sicher kann, denn die wenigsten Kirchenbesucher erkennen, ob ein Stück leicht, mittelschwer oder anspruchsvoll ist, aber die meisten hören (bei tonaler Musik) falsche Töne heraus und das macht sich einfach nicht gut.
Ich habe mein ursprünglich geplantes Programm trotzdem nicht "umsonst" geübt, denn ich werde von diesen beiden Stücken in den nächsten Tagen Hauptwerk-Aufnahmen veröffentlichen, versprochen ! Und vielleicht irgendwann in Zukunft, wenn ich sie wirklich sicher beherrsche, werde ich sie auch öffentlich "live" spielen, aber das eilt nicht.
Zitat von Romanus im Beitrag #1Ich kann nur jedem, der bei öffentlichen Gottesdiensten Orgel spielt und (wie ich) keine ausgesprochene "Rampensau" ist, empfehlen, im Zweifelsfall lieber das zu spielen, was man wirklich gut und vor allem sicher kann, denn die wenigsten Kirchenbesucher erkennen, ob ein Stück leicht, mittelschwer oder anspruchsvoll ist, aber die meisten hören (bei tonaler Musik) falsche Töne heraus und das macht sich einfach nicht gut.
Im Gottesdienst versuche ich immer die Stücke zu wählen, die ich dem Rahmen angemessen vortragen kann. Im Konzert versuche ich immer einer Mischung aus "Spiele ich im Schlaf" bis zu "Das kann schief gehen". Zum einen setze ich so meine Komfortzone neu und verbessere mich, auch hörbar für den regelmäßigen Besucher, gleichzeitig habe ich mit den sicheren Stücke ein Auffangnetz welches ein vorherigen Fehler wieder auffängt. Wobei die schwersten Stücke sind schon recht sicher, aber nicht so sicher, dass garantiert nichts schief gehen kann.
Aber machen wir uns nichts vor, wir kennen es doch alle: Die Stellen vor denen man Sorge hat meistert man im Konzert um dann über eine Lappalie zu stolpern, wo man sich fragt wie das schief gehen konnte... Irgendwas passiert immer :)
Das hätte ich unlängst auch machen sollen... Ich hatte nur das Präludium zu spielen, aber 1) hatte ich die ganze Woche keine Zeit dafür, hatte also zuwenig Übung und 2) hab ich nicht damit gerechnet, dass die Kirche bummvoll sein wird, die Nervosität schlug dann angesichts der Menge an Menschen voll durch.
Ergebnis: der Mittelteil war... naja. Schon ordentlich daneben. Dabei hatte ich auch Plan-B-Noten mit, aber ich war nicht klug genug, wirklich das Sichere zu spielen. Die Lektion hab ich jetzt aber gelernt.