Auch in diesem Jahr gibt es wieder den musikalischen Adventskalender mit Orgelmusik aus dem Weseler Dom: https://www.weseler-dommusik.de/adventskalender. Die Marcussen-Orgel ist eine Nachfolgerin der Sauer-Orgel, welche im 2. Weltkrieg zerstört wurde und bis dato die größte Orgel Westdeutschlands war. Übrigens gibt es die Marcussen-Orgel auch als Hauptwerk-Sampleset.
Dieser Thread gibt mir Gelegenheit, auf meinen Orgelmusik-Radioführer hinzuweisen, der für die 50. Kalenderwoche einiges bereithält; darunter die Aufnahme eines Orgelkonzerts mit Thierry Escaich am Dienstag-Abend sowie eine Übersicht über den EURORADIO-Weihnachtstag am kommenden Sonntag.
"O Heiland, reiß die Himmel auf" als Introduktion und Passacaglia à la Reger:
Die Ähnlichkeit mit Regers Introduktion und Passacaglia in d-Moll ist nicht zu überhören. Ob Komposition oder Improvisation, geht weder aus dem Video noch aus der Bewschreibung eindeutig hervor, falls ersteres zutrifft, finde ich es absolut genial, dann wäre Bernhard Herzog ein 2. Wolfgang Seifen. Aber auf jeden Fall finde ich es mehr als gelunden, ich würde sogar sagen, dieses "O Heiland, reiß die Himmel auf" von Bernhard Herzog an der Fuldaer Domorgel gehört zum besten, was ich in den letzten Tagen an Adventmusik hören konnte ! 👍
Zitat von Romanus im Beitrag #26Ob Komposition oder Improvisation, geht weder aus dem Video noch aus der Bewschreibung eindeutig hervor, falls ersteres zutrifft, finde ich es absolut genial, dann wäre Bernhard Herzog ein 2. Wolfgang Seifen.
Es ist eine Impro, am Anfang der Passacaglia sieht man das aufgeschlagene Gesangbuch, das macht nur dann Sinn, wenn das Stück nicht ausnotiert ist, Improvisateure schlagen sich oft im Gesagbuch die Melodie als "Gerüst" auf, das anscheinend beim Improvisieren hilft. Natürlich sind die Grenzen zwischen Improvisation und Komposition fließend und natürlich kann man eine Impro auch vorbereiten. Ich schätze mal, diese Impro wurde sehr gut vorbereitet und ich wette, auf dem Blatt links neben dem Gesangbuch hat er sich noch ein paar Notitzen über den Aufbau des Stückes gemacht. Die Frau von Marcel Dupré soll mal zu einem seiner Schüler gesagt haben: "Mein Mann übt gerade seine Improvisation für morgen".