Es mag noch so viele, schöne Samplesets für Hauptwerk geben, aber mal ehrlich: Wer von den unzähligen Usern dieser Software hat noch nie davon geträumt, sich seine eigene, virtuelle Traumorgel selbst zu bauen ?
Für die nicht so englisch-affinen unter euch habe ich den ganzen Text von Google übersetzen lassen:
"Der Klang der Orgel in der Christ Church in Marina hat etwas unglaublich Bewegendes. Ich wollte diesen Zauber einfangen und bewahren, indem ich ein Sampleset erstelle. Also nahm ich meine Werkzeuge zur Hand – Reaper, Audacity, Loopauditioneer, Rubber Band und Hauptwerk CODM – und legte los.
Doch ich stieß schnell an Grenzen. Der Bau des virtuellen Spieltischs erforderte das Schreiben endloser, redundanter XML-Zeilen. Das Kopieren, Einfügen und Verwalten des Codes raubte mir die Freude am Projekt und hielt mich von der eigentlichen Musik fern. Ich wusste, dass es einen besseren Weg geben musste. Da ich keinen fand, entwickelte ich ihn selbst.
Ich bin unglaublich stolz, Console Craft vorstellen zu dürfen – einen kostenlosen Open-Source-Editor mit grafischer Benutzeroberfläche für den Bau virtueller Hauptwerk-Orgeln.
Anstatt komplexen Code von Hand zu schreiben, können Sie mit Console Craft einen kompletten virtuellen Orgelspieltisch einfach per Drag-and-Drop auf einer Arbeitsfläche entwerfen. Das Programm übernimmt die Verwaltung des Hauptwerk-CODM-XML-Codes für Sie, sodass Sie sich ganz auf Ihre Vision konzentrieren können: welche Register vorhanden sind, wie sie klingen und wo genau sie am Spieltisch platziert werden sollen.
Hier ist eine Übersicht der Funktionen von Console Craft:
Visuelles Drag-and-Drop: Platzieren Sie Manuale, Registerzüge, Koppeln, Tremulanten und Namensschilder genau dort, wo Sie sie haben möchten.
Integrierte Logik: Wählen Sie 64-Fuß-Register, Koppeln und Schwellwerke aus vorgefertigten Dropdown-Menüs aus, ohne sich mit mathematischen Grundlagen oder numerischen Codes auskennen zu müssen.
Validierung vor dem Export: Eine integrierte Überprüfung stellt sicher, dass vor dem Export keine doppelten Codes, fehlenden Audiodateien oder fehlerhaften Verbindungen vorhanden sind.
Export mit einem Klick: Das Programm bündelt Ihre XML- und Sample-Ordner perfekt für die Installation in Hauptwerk.
Egal, ob Sie den Klang Ihrer Orgel in der Gemeinde bewahren oder Ihr ganz persönliches Trauminstrument von Grund auf neu entwerfen möchten: Ich habe dieses Programm entwickelt, damit Sie Ihr Projekt ohne den Stress des Programmierens verwirklichen können.
Anwendung lernen: Ich habe eine Schritt-für-Schritt-Video-Tutorial-Reihe gestartet. Die Tutorials findest du hier: https://youtu.be/NWy5QTa2nU4
Ich habe viel Herzblut in die Lösung dieses Problems gesteckt und freue mich riesig, sie mit dieser Community zu teilen. Ich bin schon sehr gespannt darauf, die wunderschönen Instrumente zu sehen – und zu hören –, die ihr damit bauen werdet!"
Genau genommen ermöglicht die Software "nur" die Gestaltung des virtuellen Spieltisches, wie man zu den Samples kommt, ist natürlich eine ganz andere Frage. ABER der Autor des dortigen Forenbeitrages und der Software hat in seinem späteren Beitrag vom 30.07 angekündigt:
"I am waiting to save for quality microphones to record the instrument I had built it to create its sampleset but I plan on doing videos on my youtube channel to explain a lot on sampleset creation even before that. Everything from extending ranks with rubber band lower or higher, recording, using loopauditioneer to add loop points for hauptwerk or grandorgue, using reaper and audacity and much more. If I ever get to sampling any organ then I will make the video of the entire process available."
(Auf Deutsch: Momentan spare ich noch auf hochwertige Mikrofone, um das Instrument aufzunehmen, für die Erstellung dessen Samplesets ich es (die Software) gemacht habe, aber ich plane, schon im Vorfeld Videos auf meinem YouTube-Kanal zu veröffentlichen, in denen ich ausführlich die Erstellung von Samplesets erkläre. Dabei geht es um alles Mögliche: von der Erweiterung von Registern nach unten oder oben (mittels „Rubber-Band“-Verfahren) und der Aufnahme über das Setzen von Loop-Punkten für Hauptwerk oder GrandOrgue mit LoopAuditioneer bis hin zur Arbeit mit Reaper, Audacity und vielem mehr. Sollte ich tatsächlich einmal eine Orgel sampeln, werde ich ein Video des gesamten Prozesses zur Verfügung stellen."
Ein detailliertes "Tutorium" zur Erstellung eigener virtueller Orgeln ist also noch "Zukunftsmusik", der man mit Neugier, aber auch mit Geduld entgegensehen kann.
Zitat von Romanus im Beitrag #2Genau genommen ermöglicht die Software "nur" die Gestaltung des virtuellen Spieltisches, wie man zu den Samples kommt, ist natürlich eine ganz andere Frage.
So wie ich das verstanden habe ermöglicht dieses Programm doch deutlich mehr als nur das Design zu bestimmen. Man kann damit eine benutzerdefinierte "Orgel" aus verschiedenen Samplesets zusammen setzen und das ohne spezielle Kenntnisse der dazugehörigen XML Datei. Zum Beispiel hat Friesach keinen 1' und nur wenige Register im Solowerk - das wäre mit diesem Programm, wenn auch nicht ganz so einfach, zu erstellen.
Zitat von AS@Norden im Beitrag #3 So wie ich das verstanden habe ermöglicht dieses Programm doch deutlich mehr als nur das Design zu bestimmen. Man kann damit eine benutzerdefinierte "Orgel" aus verschiedenen Samplesets zusammen setzen und das ohne spezielle Kenntnisse der dazugehörigen XML Datei. Zum Beispiel hat Friesach keinen 1' und nur wenige Register im Solowerk - das wäre mit diesem Programm, wenn auch nicht ganz so einfach, zu erstellen.
Oder habe ich das falsch verstanden?
Ausprobieren kann ich´s erst, wenn wir wieder zuhause sind, inzwischen hoffe ich, dass du Recht hast, denn dann könnte man also, auch wenn man selbst keine Orgeln samplet, zumindest Composit-Sets damit erstellen.
Wenn man mit "Console Craft" Composit-Sets bereits vorhandener Samplesets erstellen kann, sollte man sich natürlich auch immer die Frage stellen: Was DARF ich damit alles tun ?
Wenn man das selbstgestrickte Composit-Set ausschließlich zum eigenen Gebrauch erstellt und nirgendwo veröffentlicht, sehe ich keine Gefahr. Wenn man es aber veröffentlicht und zum (wenn auch kostenlosen) Download ins Internet stellt, sollte man sich vorher genau die Lizenzbedingungen der Anbieter jener Samplesets durchlesen, die man für das Composit-Set verwendet.