Über de Torres wurde erstmals hier diskutiert, mittlerweile habe ich auch die verfügbaren Noten. Etwas zeitraubend aus Spanien beschafft, Texte natürlich auch alles in Spanisch, aber im Zeitalter vor Google Translate und von KI kein Problem (?), da hab ich sogar schon erfolgreich Rätoromanisch aus der Schweiz übersetzt, was lange ein Problem war.
Es gibt sehr ausführliche Beschreibungen und auch Faksimiles der Vorlage, die aber sehr vom Zahn der Zeit angeknabbert wurden. Zumindest von der Fuga werde ich einen eigenen Notensatz erstellen.
na ja, mit den Fachausdrücken war die Übersetzungs-KI anscheinend etwas überfordert...
Anekdote dazu: Ich war im vorletzten Jahr im Team, das einen Kurs zur Traumapsychologie für mexikanische Psychiater*innen gegeben hat. Sprache war natürlich spanisch, mit mir im Team eine Kollegin aus Kolumbien und eine aus Puerto Rico. Meine Aufgabe war es u.a. die Präsentationsfolien vom Englischen ins Spanische zu übersetzen. Da das sehr viele waren, habe ich eine Grob-Übersetzung durch eine spezialisierte Übersetzungs-KI machen lassen und diese dann kritisch, teils in Nachtarbeit, durchgesehen. Da passierte es, dass an einer Folie sowohl meine vortragende Kollegin, als auch die mexikanischen Psychiater*innen stutzen und zu kichern anfingen. Warum? Auf der Folie stand als ein Traumasymptom "yegua de noche", das bedeutet "Stute der Nacht".
Was war passiert? Im englischen Original stand "Nightmare" (="Alptraum"). Das englische "Mare" alleine kann aber auch "Stute" bedeuten, es ist vielleicht mit dem deutschen Wort "Mähre" verwandt. Allerdings entspricht im Falle des "Nightmare" das englische "mare" dem deutschen Wort "Mahr" (= "Alb"). Jedenfalls übersetzte die KI "Nightmare" -> "yegua de noche" = "Stute der Nacht" . ;-) :-)