Ein weiteres Weihnachtslied von Christoph Bernhard Verspoell, das ich am 24.12.2025 in meinem Weihnachtsprogramm vor der Christmette gespielt habe, ebenfalls aufgenommen mit dem Klang der Dreifaltigkeitsorgel (1766) der Stiftsbasilika Ottobeuren (Sampleset von Organ Art Media): Im Unterschied zu "Heiligste Nacht" wurde dieses Lied vollständig von Verspoell komponiert und hat es sogar bis in den Stammteil des GL geschafft, es trägt dort die Nr. 245. (Intonation und Satz sind auch diesmal von mir.)
Andreas Hammerschmidt komponierte 1646 die Motette für 7-stimmigen Chor "Freuet euch, ihr Christen alle". Das Stück besticht durch seinen edlen, strahlend-festlichen Charakter und die unverwechselbare Melodie, deshalb wollte ich es unbedingt auf der Orgel spielen und habe bereits vor etwas mehr als 9 Jahren meine Orgel-Transkription davon erstellt, die ich - wie auch zur vergangenen Weihnacht - bevorzugt am heiligen Abend vor der Christmette spiele. Als ideales Instrument für dieses frühbarocke Stück wollte ich natürlich eine historische Barockorgel mit hörbar ungleichschwebender Stimmung und habe sie in der prächtigen Silbermann-Orgel (1735) der Stadtkirche St. Petri in Freiberg (Sampleset von Sonus Paradisi) gefunden:
Meine Registrierung:
Hauptwerk: Prinzipalplenum auf 8´-Basis Manualkoppel
Oberwerk: Prinzipalplenum auf 8´-Basis + Sifflöt 1´
Pedal: Principal 16´ Octaven Bass 8´ Bassventil (Koppel HW/P)
Halleluja (Reprise):
Pedal: + Trompete 8´
Wer keine Slideshows oder kein YouTube mag, findet hier das mp3. Mehr Klangbeispiele dieser prächtigen (virtuellen) Barockorgel findet ihr in meiner Freiberg-Playlist.
Felix Mendelssohn-Bartholdy komponierte 1840 den "Festgesang zum Gutenbergfest", der später mit dem bereits 1739 von Charles Wesley verfassten Text zum Weihnachtslied "Hark! The herald angels sing" umgetextet wurde. Ich habe diesen Weihnachtsklassiker für Orgel bearbeitet und ein kurzes Intro hinzugefügt. Für dieses romantische Weihnachtslied bot sich natürlich die prächtige Ladegast-Orgel (1871) des Schweriner Doms (Sampleset von Sonus Paradisi) an.
Meine Registrierung:
Intro: Gekoppeltes Plenum auf 16´-Basis mit Streichern und Posaune 16´ im Pedal
1. Strophe:
Manual 1: Principal 8´ Octave 4´
Pedal: Principalbass 16´ Principal 8´ Octave 4´
Takt 9:
Manual 1: + Octave 2´
Takt 17:
Manual 1: + Rohrquinte 5 1/3´ + Quinte 2 2/3´
2. Strophe: Gekoppeltes Plenum auf 16´-Basis, zunächst ohne Zungen und Zimbel, dann allmählich aufregistriert bis zum großen Plenum mit Zungen und Streichern.
Wer keine Slideshows oder kein YouTube mag, findet hier das mp3. Mehr Klangbeispiele dieser mächtigen (virtuellen) Domorgel findet ihr in meiner Schwerin-Playlist. Mehr selbstgemachte Weihnachtsmusik findet ihr in meiner Advent- und Weihnachts-Playlist.
Zu meinen Lieblingsstücken für die Weihnachtszeit, die ich jedes Jahr in dieser Zeit irgendwann zur Kommunion spiele, gehört die Pastorale in C-Dur des österreichischen Komponisten, Organisten und Beethoven-Lehrers Johann Georg Albrechtsberger, die ich diesmal auch in meinem Vorprogramm zur Christmette gespielt habe. Und wenn es in meiner virtuellen Orgelsammlung eine ideale "Albrechtsberger-Orgel" gibt, dann ist das z. Z. die wunderbare Dreifaltigkeitsorgel (1766) der Stiftsbasilika Ottobeuren (Sampleset von Organ Art Media), wenngleich wir wissen, dass diese Orgel noch viel, viel mehr kann.
Meine Registrierung:
Hauptwerk: Copel 8´
Echo: Copel 8´ Flet 4´
Pedal: Copel 16´
Front/Rear-Mix: 90/80
Eine total simple Registrierung, die auf den 1. Blick vielleicht einfallslos wirkt, aber garantiert kein bisschen langweilig, weniger ist manchmal mehr, so schön können Flötenregister sein !
Ich habe das Stück nach dieser Edition gespielt, ich glaube, es gibt zu diesem Stück keine Gratisnoten. Wer keine Slideshows oder kein YouTube mag, findet hier das mp3. Jetzt habe ich übrigens mein gesamtes Vorprogramm zur Mitternachtsmette als YT-Playlist. Mehr Klangbeispiele der beiden virtuellen Riepp-Orgeln findet ihr in meiner Ottobeuren-Playlist.
Ach ja, fast hätte ich´s vergessen, ich habe auch noch einen (aus heutiger Sicht hinkenden) Vergleich für euch, aufgenommen vor haargenau 4 Jahren mit der gleichen Registrierung an der Gloria Concerto 234:
Und damals war ich schon auf die Flötenregister der selbst-intonierten Gloria Concerto 234 stolz, es lebe der Fortschritt !
Zum heutigen Ende der Weihnachtszeit schnell noch ein letztes Weihnachts-Stück: Diese heitere Pastorell-Arie des deutschen, katholischen Priestermusikers Marianus Königsperger habe ich auch gestern und heute in der Kirche zur Kommunion gespielt. Das ideale Instrument dafür ist auch diesmal wieder die wunderbare Dreifaltigkeitsorgel der Stiftsbasilika Ottobeuren (Sampleset von Organ Art Media):
Meine Registrierung:
Positiv: Flauta 8´ Flet 4´ Quart 2´
Hauptwerk: Flauta 8´ Flet 4´ Waldflet 2´
Front/Rear-Mix: 90/80
Ich spiele das Stück nach dieser Edition, Gratis-Noten habe ich dazu keine gefunden. Wer keine Slideshows oder kein YouTube mag, findet hier das mp3.