In Großberghausen steht auch eine Edenhofer von 1914. Sie hat 5 Register, Pedalkoppel und Oktavkoppel. Sie ist natürlich einmanualig. Opus 17. Komische Zählweise.
Zustand nicht ganz schlecht. Sie sollte unbedingt gestimmt und gewartet werden.
Edenhofer
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vielen Dank für die Fotos! Ich freu mich sehr darüber, denn ich hab dieses Werk zwar auf meiner Liste, war aber noch nie vor Ort. Die Opuszahl müsste 117 sein, vielleicht wurde die Aufschrift erneuert und man konnte es damals nicht mehr richtig lesen? Gibt es noch alte Fotos vom Spieltisch?
Was meinst du mit alten Fotos? Wurde Der Spieltisch umgebaut? Ist das nicht der originale? Er wurde mal neu gestrichen, das konnte ich erkennen. Meinst Du, das Gehäuse ist ein altes, von Edenhofer übernommen, oder eines von Edenhofer?
Edenhofer
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Ich wunder mich, warum auf dem opus Schild 17 statt 117 steht. Das kann doch kein Fehler bei der Herstellung des Schildes gewesen sein. Daher dachte ich, wenn noch ältere Fotos von der Orgel bzw. Fotos vom Spieltisch existieren würden, könnte man sehen, ob dieses Opus Schild schon damals 17 hatte oder ob aus irgend einem Grund, das Schild mal ausgetauscht oder falsch renoviert wurde oder ob der 1er früher noch lesbar war und heute nicht mehr zu lesen ist. Das ist ja wohl kein Aufkleber, wo die erste Zahl abgefallen/gegangen wäre !?
Ach wegen des Schildes. Ja, das ist wirklich seltsam! Aber der Spieltisch erscheint mir richtig original. Ich spiele ja selber eine Edenhofer von 1906 und kenne die Bauweise schon recht genau. Das Schild sieht überhaupt nicht manipuliert aus. Es müsste denn getauscht worden sein. Oder der Edenhofer hat erst zu der Zeit begonnen, seine Opera zu zählen.
Großberghausen ist nicht die einzige Orgel, die 1914 gebaut wurde und von einigen aus diesem Jahr wissen wir die Opuszahl. Opus 117 würde da perfekt reinpassen. Sehr sonderbar. Morgen werde ich mir die Bilder nochmal genau am Computer ansehen. Nochmals vielen Dank dafür! Inschriften waren keine zu finden?
Ich bin nicht in die Orgel reingekommen. Die ist winzig und die Seitenpaneele zum Öffnen haben die Großberghausener zugeschraubt. Die kann man ja normalerweise rausheben. Aber ich habe empfohlen, die Orgel mal reinigen und stimmen zu lassen. Da kommt demnächst vielleicht der Orgelbauer. Vielleicht kann ich dazu kommen. Dann mach ich natürlich Fotos und schaue alles genau an.
In Wappersdorf stand auch mal eine Edenhofer-Orgel mit 5 Registern aus den Jahren 1910/1911. Leider wurde die vor einigen Jahrzehnten entfernt und eine Orgel von Radeker-Kreutzer steht da nun.
ein sehr interessantes Thema, die Firma Edenhofer, mit einigen Überschneidungen zu meinen Interessen. Also ich glaube schon, dass das Schild mit der Opusnummer original ist. Das waren ja seinerzeit relativ teure Einzelanfertigungen durch Porzellanmaler. Aber Opus 117 ist bestimmt korrekt. Leider gibt es über die Orgelgeschichte des Bistums Eichstätt kaum brauchbare Publikationen. Den oberbayerischen Teil hat Brenninger nur gestreift, ebenso sieht es mit dem oberpfälzer Teil aus, wo Eberhard Kraus nur etwas herumgestochert hat. Zu Mittelfranken gibt es im Prinzip gar nichts. Irgendwann möchte ich mir die Orgelmeldebogen von 1944, die komplett im Bistumsarchiv Eichstätt vorhanden sind, durchsehen. Vielleicht ergeben sich daraus auch noch weitere Hinweise zu Edenhofer. Die Bistunsbeschreibung von Buchner 1937 ist zwar sehr hilfreich, aber in manchen Dingen auch nicht zuverlässig. Schön, dass zu Großberghausen nun weitere Details bekannt geworden sind. Was für ein Windladensystem besitzt die Orgel eigentlich? Taschenladen mit stehenden Witzig-Ventilen?
Liebe Grüße
------- Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des körperlich zwar kleinen, in seinem Fache aber großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)