Laut Wikipedia wurde diese 8-registrige Orgel 1895 von Alois Mauracher gebaut. Es ist wohl typisch für die Spätromantik, dass helle Register, Aliquoten und Mixturen zugunsten der Grundstimmen stark in den Hintergund treten, trotzdem finde ich es ungewöhnlich, im Manual ausschließlich 8´- und 4´-füßige Register zu haben. Ich nehme an, der Subbass 16´ ist das einzige Pedalregister.
Wie hast du den Klang dieser Orgel empfunden ? Haben dir hier nicht die hellen Register wie Oktav 2´ und Mixtur gefehlt ? Ein "Plenum" nur aus 8´- und 4´-Füßen kann ich mir irgendwie nur schwer vorstellen.
Zum Vergleich: Die 1880 erbaute, nur 6-registrige Kauffmann-Orgel der Mödlinger Spitalkirche (an der ich als 13-jähriger meine ersten Messen spielen durfte) hat immerhin eine 2-fache Mixtur 2 2/3, sodass trotz der kleinen Dimensionen ein klassischer Plenumklang möglich ist.
Also mit Traversflöte kann man ein bissl was wie Mixtur erreichen. Philomela klingt jetzt mal auch nicht unangenehm dunkel. Aber für den Ostersonntag zb würd mir schon was fehlen, das ist klar.
Meine Einsätze in den Nachbargemeinden beschränken sich auf Begräbnismessen, und einmal fand die Abschlussandacht nach der Wallfahrt hier statt.
Also ich würd jetzt nicht sagen, sie taugt nur als Begräbnisorgel, aber sie hat einen eher weichen, dunklen Klang, das stimmt schon... Bißchen geheimnisvoll, vielleicht, wie es in eine ehemalige Kirche derer von Liechtenstein passt👻
Laut geht, sogar mittels Fusstasten- allerdings jeweils mit so einem Kracher, dass ich lieber ein Register dazu gezogen habe 😜
Es gibt nichts in der Welt, das so wertvoll wäre, wie der Herzensfrieden. ~Franz v. Sales~
So viel ich weiß, haben Orgeln mit pneumatischer Registertraktur meist Registerwippen anstatt Registerzügen, die Orgelbauer mögen mich gerne korrigieren, falls ich mich irre.
Geht man davon aus, dass nach den Bildern die abgebildeten Registerzüge extrem kurz herausgezogen sind, könnte das u.U. auch auf eine Pneumatik hindeuten. Insbesondere waren um die Jahrhundertwende zum 20. Jhdt. "Mischsysteme", wo die Tastentraktur mechanisch und die Registertraktur pneumatisch ausgebildet war, durchaus üblich. zB St. Eygyden am Steinfeld von Johann M. Kauffmann, welche ca. um 1890 (8/I/P) gebaut wurde.
Oh, nein, auf den Bildern war gar kein Register gezogen! Das Foto entstand kurz vorm Deckel zuklappen... Vielleicht hab ich ja wieder mal die Ehre 😇.. Könnte man pneumatische Registertraktur sonst noch irgendwie - "von außen" - erkennen /hören? ?
Es gibt nichts in der Welt, das so wertvoll wäre, wie der Herzensfrieden. ~Franz v. Sales~
Ich nehme mal an, der Spieltisch steht nicht im Gehäuse?
Wenn die Registerzüge einen eher kurzen Weg beim Ziehen haben und das recht leichtgängig passiert (wie bei einem Harmonium), dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine pneumatische Registertraktur handelt.
Aber in die Orgel schauen würde die Sache vereinfachen 😉.
Auch mechanische Kegelladenorgeln mit mechanischer Registertraktur haben nur so kleine Registerzüge wie ein Harmonium, da letztlich nur ein kleines Luftventil bewegt werden muss. Muss man aber den herauszuziehenden Registerhebel aber nur geringfügigst bewegen, könnte es sich um eine pneumatische Registertraktur handeln.