In der Wallfahrtskirche 'Maria in der Not' im Merrbuscher Stadtteil Büderich-Niederdonk wurde 2005 eine gebrauchte Serienorgel von Rieger aus 1954 aufgestellt. Die originalen, orangenen Registerzüge waren, weil kaputt, schon vom Vor-(=Zweit-)besitzer durch unbeschriftete Holzknöpfe ersetzt worden. Zwei Täfelchen notierten die Register. Bei der Renovierung der Kapelle im vergangenen Winter wurde auch die Orgel durch OB Josef Potthoff überholt und von Geselle Oliver Fischer neue Züge gedrechselt. Da diese, wie die alten, mit nur etwas über 20 Millimeter Durchmesser keinen Platz für große Beschriftungen boten, erinnerte ich mich an Walter Supper Aufsatz über "Die Farbdreiheit der Orgel - eine Zusammenschau von Klang und Farbe" in seinem Buch 'Die Orgeldisposition' (1950). Und so haben wir die Züge mit 16 Millimeter im Durchmesser großen Schildern gekennzeichnet, die groß die Fußtonlage zeigen (eie die ursprünglichen) und ganz klein eine Zählung und die Werkzuweisung. Die Klanggruppenzugehörigkeit wird aber durch unterschiedliche Farben mitgeteilt: Zungen gelb, Mixturen orange, Prinzipale rot, Kornettgruppe violett, Flöten blau, tiefe Pedalgedackte blaugrün, Gedackt grün. Für die Tremulanten wurde grau, für die Koppeln schwarz gewählt. Alle mit weißer Schrift.
Johannes Maria
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Die Idee gefällt mir und ich bin sicher, dass man sich mit einem längeren Blick auf die Tafel und einer kurzen Eingewöhnungszeit gut zurechtfinden kann. Auffällig finde ich zudem die seitlichen Griffe: welche Funktion haben diese?
Das Oberwerk hat eine unabhängige Windversorgung, es kann mit den igs. vier Griffen (die zwei vorderen werden vom UW-Prospekt verdeckt) abgehoben und separat positioniert werden. Wir haben die beiden Ventilatoren vor einigen Jahren in einer gemeinsamen Kiste zusammengefasst und um kleine Bälge ergänzt; der für HW und P dient als Reservoir, der fürs OW als Druckausgleicher. Igs. arbeiten wir mit etwa 40 mm WS.
So ganz ungewohnt ist es ja nicht, dass farbige Registerbeschriftungen vorkommen: Zumindest bei den meisten Digitalorgeln sind ja die Labialregister schwarz und die Zungenregister rot beschriftet. Das sind zwar nur zwei unterschiedliche Farben, aber immerhin hat man schon mal eine grobe und hilfreiche Unterscheidung
Zu bunt kann aber wieder auch verwirren, zumal man bei einer kleinen Orgel so schnell den Überblick nicht verliert. Auch muss man eine sorgfältige Farbwahl treffen, es gibt mehr Leute mit Farbfehlsicht als man glaubt.
Interessanter ist für mich das Gesamtobjekt, liegt es Luftlinie von mir nur 11 km entfernt. Gibt es einige Info im Netz, zu Orgel aber nicht
Da sieht man in dem Film wirklich nicht viel von der Orgel. Falls du die 11 km Entfernung von dir unter die Räder nehmen willst, kannst du ja mal ein paar schöne Fotos von der Orgel einfangen....
Danke für die Vorstellung dieser Orgel mit der originellen Beschilderung, wenn auch ein paar Bilder doppelt bzw. 3-fach verlinkt und teilweise nach rechts gekippt wurden !
Die 11 km sind Luftlinie, der Rhein ist noch dazwischen, aber es ist trotzdem quasi vor der Haustüre - nomalerweise. Wie ich unter "Stell dich vor" dargelegt habe, gibt es bei mir derzeit ein erhebliches Handicap.
Sicher wäre es z.B. reizvoll, ein Video von Orgel und Umgebung zu erstellen, mit Klängen selbstverständlich (Foto-, Video- und Audio-Gerätschaften sind reichlich vorhanden), aber derweil wär es nur mit Fahrer und Aufnahmeassistent machbar , also kann das nur irgendwann in der Zukunft geschehen. Dann komm ich gerne darauf zurück.