Zitat von Spiritus boni im Beitrag #10 Zwischendurch zu pausieren kann sogar helfen, besser zu werden, als wenn man dauerübt, so habe ich das zumindest erlebt.
Den Eindruck hatte ich auch schon öfter.
Auf der anderen Seite ist es je nach Art der Beschwerden keine gute Idee, eine Beschäftigung sehr herunterzufahren oder ganz aufzugeben, weil man damit in einen Teufelskreis kommt. Wer etwa Probleme mit den Knien hat, sollte nicht deswegen auf Bewegung verzichten (um sich ein bißchen 'zu schonen'), weil dann die Muskeln weiter abbauen und alles nur noch schlimmer wird. Es kommt darauf an, die richtige Bewegung zu finden, eine die aufbaut statt schädigt. Diese Erfahrung habe ich schon zweimal im Leben machen dürfen, wo schon Operationen im Gespräch waren.
Bei neurologischen Störungen kann ich mir vorstellen, daß es welche gibt, wo Musik und Musizieren einen therapeutischen Nutzen haben. @Polyphoniker, da ich natürlich nicht weiß, welche Beschwerden Du hast, bezieh das bitte nicht zwangsläufig auf Dich. Du und Deine Ärzte wissen am ehesten, was gut für Dich ist.
Naja, so war es auch nicht ganz gemeint. Meine Tastenpause hatte damals weniger gesundheitlich zu tun, sondern schlicht und einfach mit "keine Zeit und keine Ruhe". Singen ok, daheim, in der Küche oder sonstwo. Hinsetzen und musizieren, nö. Und auch aufgrund einer .... nicht gerade pädagogisch gebildeten Lehrerin hatte ich für eine Weile das Handtuch geworfen.... bis eben dann alles anders kam. Und jetzt - ätsch - bin ich doch am Kons. Extern zwar, aber trotzdem. :-)
Es gibt nichts in der Welt, das so wertvoll wäre, wie der Herzensfrieden. ~Franz v. Sales~
Hier nochmal kurz zu den medizinischen Aspekten. Es kam wie aus heiterem Himmel, spontane Blutung im Stammhirn, halbseitige Lähmung. Kann auch leicht tödlich verlaufen, also wahrlich kein Schnupfen. Über Ärzte, Reha (über 4 Monate) könnte man viel erzählen, aber wenig Gutes. Was erwartet man von einem System mit Kostenoptimierung, Personalmangel und mangelhafter psychologischer Schulung, gewürzt mit Corona? Wo man später keine Therapeuten für Hausbesuche findet? Ein Horrortrip, den es schnell zu vergessen gilt.
Oh, da gab es in der Reha-Klinik Musiktherapie. Musste ich extra nachfragen. Brachte praktisch zwar fast nichts, aber war psychologisch ganz nützlich, gab es doch manch angenehme Fachsimpelei in einer sonst teilweise psychotischen Umgebung.
Langsame Fortschritte. Immerhin schaffe ich mit Rollator schon bis zu 1 km, und mit der betroffenen rechten Hand auch auf dem Piano C oder Cis Tonleitern u.ä., etwas sehr holprig noch. Aber die neurologisch Experten sagen ja, der Schlüssel zum Erfolg liegt auch in der Häufigkeit der Wiederholungen. Und da liegt man Summe bei 1000, oder 10000 ...
Hallo Polyphoniker, schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Das, was Du in den letzten Monaten erlebt hast, hört sich nicht gut an. Ich drücke alle Daumen für ein stetes Vorwärtskommen! Weiterhin gute Besserung. Und die Beteiligung an diesem Forum ist ja auch irgendwie passives Ausleben der Liebe zur Orgel und zur Orgelmusik. Darum nochmal: Herzlich Willkommen!
Dank für den Gruß. Wir kennen uns ja schon sehr lange aus dem ehemaligen Bauer Forum. Damals beide mit Klarnamen (die auch jetzt nicht wirklich ein Geheimnis sind).
...es gab damals nur einen Kollegen im Bauer-Forum mit einer dreimanualigen Rembrandt-Orgel, erinnerst du dich? Zumindest nach meiner Erinnerung nur einen, der darüber berichtet hat...