Eine andere Firma, die auf Linux setzt, ist Marshall & Ogletree. Da werden 'einfach' so viele Linux-Rechner zusammengeschaltet, wie es für die Größe des Instruments und für eine Redundanz gegenüber Ausfall einzelner Module nötig ist. Standardhardware statt teurer Spezialentwicklungen. Man kann so am ständigen Fortschritt der PC-Technik teilhaben und muß auch nicht DSP-Boards vorproduzieren und auf Lager halten, um Ersatzteile für etliche Jahre zur Verfügung zu haben.
Die machen das auch seit längerem so. Laut https://www.soundandvision.com/content/installations-higher-power wurden 2003 für eine größere Orgel noch elf PCs für die Tonerzeugung und drei für die Steuerung gebraucht. Wenn heute eine Revision des Instruments nötig wäre, könnte man das durch einen einzigen Rechner ersetzen (oder im Interesser der Redundanz durch zwei oder drei, wobei für die Steuerung und Überwachung ein kleiner Einplatinenrechner reicht).
Dazu habe ich gerade in der Wikipedia noch gelesen, daß die M&O-Orgel nun durch ein Instrument von Glatter-Götz ersetzt werden soll. Sie hat also ganz schön lange gehalten. Ob zuletzt wohl noch die originale Hardware im Einsatz war?
Wenn ich mir auf https://www.gg-organs.com/index.php/projects andere Glatter-Götz-Orgeln anschaue, wird das sicher spannend. Da sehe ich einige Kandidaten für das Thema "ungewöhnliche Prospekte".
Demnach war die Orgel bis 2018 in Betrieb und wurde dann abgebaut wegen der Renovierung des Kirchenraums. Sie war von vornherein als Provisorium gedacht, aber wie es so ist, Provisorien halten sich manchmal lange.