Das ist eine gute Idee. Da kannst du nebenbei in Ruhe nach dem 2. Band suchen, erfahrungsgemäß kommen die Angebote erst dann, wenn man es nicht mehr dringend braucht. 😉
Zitat von Irene im Beitrag #12Vielleicht haben die eins übrig.
Also ganz ehrlich? Wenn eine Gemeinde musikalische Aufgaben an jemanden übertragen will, dann ist es in meinen Augen und nach meiner Erfahrung nach absolut üblich auch notwendiges Material zu finanzieren. Ja ein Orgelbuch zum Gotteslob/Evangelischen-Gesangsbuch kosten in beiden Bänden rund 300 Euro, aber so etwas hat man eigentlich immer als Leihexemplare für Mitwirkende im Schrank herumliegen...
Vor allem sind das ja auch Summen wo du dann das nächste Jahr jeden Sonntag auf der Orgelbank sitzen musst um wieder +/- 0 zu sein.
Ich finde die aktuellen GL-Orgelbücher ehrlich gesagt maßlos überteuert ! Ich habe ca. 1988 als junger Student den Stammteil des damaligen GL-Orgelbuches gekauft und habe damals - wenn ich mich richtig erinnere - ca. 800 österreichische Schilling dafür bezahlt, ich glaube, ich habe es ein bisschen (aber nicht viel) günstiger bekommen, weil ich KiMu-Student war. Und das war es absolut wert, ich spiele auch heute noch die meisten Sätze aus diesem Buch, ich finde auch, dass die alten GL-Sätze großteils schöner und stilvoller waren als die aktuellen, letzteres ist natürlich wie immer Geschmacksache. Es war auch vom Material und der Verarbeitung her viel hochwertiger als diese grauen Bücher, es sieht mit seinem blutroten Einband und dem goldenen Schriftzug edel aus und duftet sogar angenehm, finde ich.
In der Kirche wo ich immer spiele und auch mehrere Organisten sich mit dem Hauptamtlichen abwechseln, liegen beide Bände für die Gottesdienste bereit. Erstmal nicht schlecht. Nur selbst um zuhause zu üben brauch man dann doch sein eigenes… meine beiden Orgellehrer sind auch der Meinung lieber einmal richtig lernen wie man die Choräle vom Blatt improvisieren und intonieren kann, dann braucht man die Bücher dazu nicht :) das macht auch echt Spaß so zu lernen…
Viel besser finde ich die 2 gebundenen Ausgaben des Neuen Gotteslobes anstelle der 3 Bücher mit Spiralbindungen, wo mit der Zeit vor allem die obersten Seiten sich herauslösen.
Darüber hinaus sind die Orgelsätze vom neuen Gotteslob (insb. von Frede, Sauer) korrekturbedürftig, als sie bisweilen auch Quintenparalellen in den einzelnen Orgelsätzen enthalten, die eigentlich verpönt wären. Auch finde ich die alten Sätze harmonisch ausgewogener und so in sich stimmiger.
Manche spiele die unterschiedlichen Strophen nach unterschiedlichen Ausgaben: so ist zB das Orgelbuch "Lieder der Schuljugend" aus den 1930er Jahren mit einzelnen Orgelsätzen von Vinzenz Goller mitsamt Vorspielen ganz reizvoll, welche dann in der nächsten Strophe mit einem Orgelsatz aus dem alten Gotteslob kombiniert werden.
Ich mag die gebundene Version auch lieber, so ganz grundsätzlich. Ich glaub, ich brauch nur hinzuschauen, geht die Spiralbindung schon kaputt. Allerdings hab ich in letzter Zeit festgestellt, dass die zwei gebundenen Bücher für manches Notenpult einfach zu dick sind. Drei Bände, aber gscheite Buchbindung wäre wohl die für mich beste Lösung gewesen.
Zitat von JJBB1 im Beitrag #17Darüber hinaus sind die Orgelsätze vom neuen Gotteslob (insb. von Frede, Sauer) korrekturbedürftig, als sie bisweilen auch Quintenparalellen in den einzelnen Orgelsätzen enthalten, die eigentlich verpönt wären. Auch finde ich die alten Sätze harmonisch ausgewogener und so in sich stimmiger.
Interessant wäre der Hintergrund des Verfassers, in der Pop-Musik sind z.b Quintenparalellen recht üblich und oder auch ein stilistisches Mittel. Ob es einem gefällt ist natürlich eine andere Sache. Ich persönlich wäre mit so etwas in einer ernsthaften Veröffentlichung zumindest vorsichtig.
Davon abgesehen finde ich persönlich Quintenparalellen ein stilistisches mittel oder wenn man genau diesen klang haben möchte durchaus akzeptabel. Schlecht ist es in dem Moment, wo es dem Spieler nicht bewusst ist, dass wer dort Quintenparalellen spielt.
Ich habe die fest gebundenen Bücher in einzelne Seiten geschnitten und diese in einem Ordner abgelegt. Seit ich ForScore im Einsatz habe, scanne ich die Lieder (Capella Scan) nach und nach ein und speichere sie im pdf-Format ab. Mittlerweile habe ich einen grossen Teil der Lieder auf meinem iPad zur Verfügung.
P.S. Leider ist das Format der Papiernoten grösser als A4 - d.h. muss ich den Scan immer in meinem Notensatzprogramm Capella bearbeiten.
Mit dem damaligen Kauf der Bücher verletze ich mit dem pdf-Format keine Urheberrechte.