Die katholiche Hofkirche in Innsbruck beherbergt 2 historische Orgeln. Die 1555-1561 von Jörg Ebert erbaute Chororgel ist die älteste Orgel Osterreichs und zählt zu den berühmtesten Renaissance-Orgeln der Welt.
In der Tat ein höchst spannendes Instrument. Mein Lehrer Karl Maureen hat dort die Vater-Unser-Bearbeitungen von Steigleder aufgenommen: http://www.karl-maureen.de/audio.html
Die historisch bedeutendste Orgel Österreichs wurde in das Buch "Die schönsten Orgeln", St. Benno Verlag (2021) nicht aufgenommen, stattdessen die historischen Orgeln von Klosterneuburg und Göttweig, das finde ich einen Skandal. Sind diese zwei Orgeln, Klosterneubug & Göttweig, klanglich, technisch und historisch wirklich so bedeutend(er)? Die Wöckherl-Orgel, Wien, wurde ebenso nicht ins Buch aufgenommen. Die Gabler-Orgel in Weingarten - die historisch bedeutendste Orgel Süddeutschlands - fehlt auch in diesem Buch, dafür nahm man die Gabler-Orgel von Ochsenhausen - klanglich soll sie besser gelungen sein, als die in Weingarten, für mich zuwenig Grund dafür - hinein, die Treutmann-Orgel in der Stiftskirche St. Georg, Goslar-Grauhof wurde auch nicht erwähnt und abgebildet. Über die Ebert-Orgel würden mich die Mensuren, Winddruck und Intonationsstil interessieren, leider hörte ich diese Orgel noch nie live. Dennoch ist das von mir kritisierte Buch des St. Benno Verlags ein schöner Orgelbildband und immerhin mit 3 CDs, aber für meinen Geschmack sehr viele neue moderne Orgeln - da ist für mich die Linzer Rudigier-Domorgel von Marcussen das größte unübertroffene Meisterwerk des 20. Jh. - von Klais, Rieger und Seifert.
Zitat von NaDonnie im Beitrag #6Die historisch bedeutendste Orgel Österreichs wurde in das Buch "Die schönsten Orgeln", St. Benno Verlag (2021) nicht aufgenommen, stattdessen die historischen Orgeln von Klosterneuburg und Göttweig, das finde ich einen Skandal. Sind diese zwei Orgeln, Klosterneubug & Göttweig, klanglich, technisch und historisch wirklich so bedeutend(er)?
Die Freundt-Orgel (1642) von Klosterneuburg ist in der Tat bedeutsam, hingegen die in das historische Barock-Gehäuse eingebaute Walcker-Mayer-Orgel (1983) würde ich nicht als bedeutend bezeichnen, sie ist nicht mal mehr historisch und was ich bisher klanglich von ihr gehört habe, hat mich wirklich nicht beeindruckt.
Derartige Orgel-Dokumentations-Bildbände sind natürlich schön anzusehen, aber leider fast immer nur eine (oft etwas einseitige) Auswahl je nach den persönlichen Präferenzen des jeweiligen Autors. Darüber hinaus gibt es noch unzählige, für mein Empfinden hochinteressante, aber wenig bekannte historische Orgeln, die es noch nie in ein derartiges Buch geschafft haben, ich könnte keines dieser Bücher wirklich empfehlen. Es gibt also außerhalb dieser Bücher immer noch viel zu entdecken !
Zitat von NaDonnie im Beitrag #6Die historisch bedeutendste Orgel Österreichs wurde in das Buch "Die schönsten Orgeln", St. Benno Verlag (2021) nicht aufgenommen, stattdessen die historischen Orgeln von Klosterneuburg und Göttweig, das finde ich einen Skandal. Sind diese zwei Orgeln, Klosterneubug & Göttweig, klanglich, technisch und historisch wirklich so bedeutend(er)? Die Wöckherl-Orgel, Wien, wurde ebenso nicht ins Buch aufgenommen. Die Gabler-Orgel in Weingarten - die historisch bedeutendste Orgel Süddeutschlands - fehlt auch in diesem Buch, dafür nahm man die Gabler-Orgel von Ochsenhausen - klanglich soll sie besser gelungen sein, als die in Weingarten, für mich zuwenig Grund dafür - hinein, die Treutmann-Orgel in der Stiftskirche St. Georg, Goslar-Grauhof wurde auch nicht erwähnt und abgebildet.
Auch im Forer-Buch "Orgeln aus Österreich" wurden bisweilen Orgeln veröffentlicht, die zwar über einen bedeutenden Prospekt zB Hencke-Orgel aus Maria Schutz am Semmering, aber ein neues Orgelwerk aus 1974 beinhalten. Nicht dass es sich dabei um eine nicht zitierenswerte Orgel handelt, aber bisweilen werden/wurden Orgeln zitiert und beschrieben, wo bloß der Orgelprospekt historisch und bedeutsam ist.