Ich finde für diesen Fall auch eine Ritornellform ganz hübsch. Vielleicht in der Art eines Concertos von Vivaldi o.a. Ich würde ein frei erfundenes Ritornell nehmen, da muss man natürlich vorher mal etwas nachdenken und das in verschiedenen Tonarten spielen können. Im Soloteil, der dann ja traditionell auf dem Positiv gespielt wird, kann man dann den Choral zitieren.
Eine weitere, eigentlich sehr simple, aber allemal wirkungsvolle Methode:
Man zerlegt die Choralmelodie in kürzere Abschnitte. Ein Abschnitt endet jeweils dort, wo beim Gesang eine Atempause sein sollte. Man spielt den 1. Abschnitt einstimmig im Pedal mit einer gravitätisch-vollen Plenum-Registrierung (am besten mit Posaune 16´, falls vorhanden), lässt den letzten Ton als Orgelpunkt liegen und spielt über diesem Orgelpunkt mit der rechten Hand ein paar Takte lang Akkordzerlegungen in 1/16- oder 1/8-Noten und mit der linken rhythmische Akkordschläge. Dasselbe macht man dann mit den weiteren Abschnitten der Choralmelodie, dann muss man nur noch einen Schluss finden. Fertig ! Ein Beispiel dafür ist diese Choraltoccata, eine Musikaufnahme davon habe ich für den 4. Advent geplant.